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08
SEP
2014

AvD Sports Car Challenge in Dijon

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Thorsten Rüffer holt dritten Doppelsieg

Beim sechsten Lauf der AvD Sports Car Challenge in Djon feierte Thorsten Rüffer (Norma M20F Honda) zwei Gesamtsiege. Engster Widersacher war Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW), der zweimal als Gesamtzweiter auf das Podest klettern durfte. Dritter wurde in beiden Rennen Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo), während die Division 2 Siege an Roman Hoffmann (Ligier JS51 Honda) und Yannick Mettler (Wolf GB08 Honad) gingen.dijon_2014_siegerehrung

Es bleibt dabei. Wenn Thorsten Rüffer in diesem Jahr in der AvD Sports Car Challenge an den Start geht, dann gewinnt er auch. In Dijon-Prenois schnappte sich der Norma-Pilot seine Saisonsiege fünf und sechs. Bereits in den beiden Qualifyings hatte der Meister von 2011 die Nase vorne. Zumindest Siegmar Pfeifer erwies sich einmal mehr als der stark zu erwartende Gegner im Kampf um den Gesamtsieg. Im ersten Heat blieb Pfeifer lange dran und konterte Rüffers Rundenzeiten jedes Mal mit einer neuen eigenen Bestzeit. Doch Thorsten Rüffer ließ sich davon nicht beirren und legte seinerseits eine neue Rundenbestzeit vor. Als sich bei Pfeifer an der Front der Splitter löste, musste dieser aufgrund der starken Vibrationen Tempo herausnehmen, so dass sich Rüffer an der Spitze nach und nach absetzen konnte. Am Ende hatte sich der Vorsprung auf Platz zwei auf 6,619 Sekunden vergrößert. „Ich hatte nicht damit gerechnet beim Start gegen die beiden leistungsstärkeren Fahrzeuge unmittelbar vorne zu bleiben. Aber ich konnte mich in der Mitte durchsetzen und die Führung verteidigen, konnte mich aber von Siggi Pfeifer nicht absetzen. Obwohl ich dann beim Schalten Probleme bekam, konnte ich meine Führung doch sicher ins Ziel bringen“, so Rüffer. „Ich konnte am Anfang an Thorsten Rüffer dranbleiben. Gegen Mitte des Rennens ist am Auto vorne der Splitter losgegangen. Ab Tempo 250 fängt es dann an zu vibrieren, dass du nichts mehr siehst. Da musste ich dann immer vom Gas und Tempo rausnehmen“, erklärte Pfeifer, warum er den Anschluss an den Führenden verloren hatte.

Das zweite Rennen stand dann unter ganz anderen Vorzeichen. Diesmal schlüpfte Thorsten Rüffer in die Rolle des Jägers, nachdem sich Pfeifer gleich in der ersten Runde an die Spitze gesetzt hatte. Dahinter ließ Rüffer allerdings nicht locker. Als erneut Probleme mit der Frontpartie des Norma BMW auftraten, nutzte Rüffer die Gunst der Stunde und ging vorbei. „Es hat mir viel Spaß gemacht Runde für Runde hinter dem Führenden her zu hetzen. Ausgangs Start und Ziel habe ich probiert an Siggi vorbei zu kommen, ging aber nicht. Die einzige Chance, wo es ging, war hinten die zweite Gang rechts berghoch. Hier hat es beim zweiten Versuch dann geklappt“, schilderte der Gesamtsieger das entscheidende Manöver. „Im zweiten Rennen konnte ich den Start gewinnen und vorne bleiben. Dann fing die Haube wieder an zu vibrieren. Von da an habe ich meinen Platz einfach versucht zu verwalten. Der Abbruch kurz vor Schluss kam mir gelegen, sonst hätte ich vermutlich den zweiten Platz so nicht halten können“, so Pfeifer.

Andreas Fiedler auf Meisterschaftskurs

So richtig glücklich wurde Andreas Fiedler in der Vergangenheit mit dem Kurs von Dijon-Prenois nicht. Diesmal reichte es immerhin zweimal souverän zum dritten Gesamtrang. Mit etwas mehr Glück wäre zumindest im zweiten Rennen mehr drin gewesen. Doch viel wichtiger war, dass sich Andreas Fiedler nun deutlich in die Poleposition für das Finale in Hockenheim gebracht hatte. Nur noch zwei Pünktchen fehlen dem PRC-Piloten zum Titelgewinn in der Division 1. „Wir sind mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden. Mein Plan war einmal Zweiter und einmal Dritter zu werden. Das ist nicht ganz aufgegangen. Dijon bringt mir einfach kein Glück. Für die Meisterschaft war es aber gut und die Punkte nehme ich nach Hockeneheim mit. Jetzt heißt es einfach beim Finale gut durch zu kommen und die noch fehlenden Punkte einzufahren“, blickte Andreas Fiedler auf das bevorstehende Saisonfinale voraus.

Dahinter rangeln Siegmar Pfeifer und Thorsten Rüffer um die Vizemeisterschaft, während Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) nach seinem Motorschaden einen Rückschlag im Kampf um Rang drei hinnehmen musste. Gut aufgelegt präsentierte sich dagegen Peter Kormann (PRC WPR60 Turbo), der sich durch den Ausfall von Jacques Breitenmoser im ersten Rennen die vierte Gesamtposition erkämpfte. Im zweiten Heat lief es dann nicht ganz so rund. Zumindest gelang als Gesamtneunter noch der Sprung unter die Top 10, sowie der fünfte Platz in der Division 1. Damit tauschte Kormann mit Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) die Plätze. Der Eidgenosse war im ersten Rennen gut unterwegs gewesen, als sich nach der dritten Runde plötzlich der Gurt löste. Die Plätze sechs und sieben gingen in beiden Rennen an Jay Boyd (Radical SR8) und Bernard Charriere (PRC SC97 BMW).scc_wolf_racing_dijon

Hoffmann und Mettler siegen in der Division 2

Für Roman Hoffmann (Ligier JS51 Honda) hätte das Comeback im Renncockpit bis wenige Runden vor Schluss des zweiten Durchgangs eigentlich nicht besser laufen können. Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Österreicher seinem zweiten Sieg in der Division 2 entgegen, als plötzlich ein Radbolzen brach und sich der Ligier ins Kiesbett verabschiedete. Davor hatte sich der Ligier-Pilot eigentlich schon deutlich von Yannick Mettler (Wolf GB08 Honda) absetzen können. Im ersten Rennen war es da schon weitaus enger gewesen. Die beiden 2-Liter Sportwagen lieferten sich ein heißes Duell, bei dem sich Hoffmann bis zur elften Runde an der Spitze hielt. Dann ging Mettler vorbei. Doch in der letzten Runde schnappte sich Hoffmann wieder die Führung und siegte in einem Foto-Finish. Mit gerade einmal einer Hundertstel Abstand gab es den engsten Zieleinlauf in dieser Saison. „Wir haben das Auto erst kennenlernen müssen und mit einigen technischen Problemen gekämpft, darunter zwei Motorschäden. Aber jetzt sind wir so weit und es funktioniert. Mit dem Ligier zu gewinnen, der ja nicht mehr der neueste ist, freut mich umso mehr. Der Sieg war am Schluss verdammt eng. Es war ein harter Kampf. Mir fehlt noch etwas die Kondition. Ich bin heute erst wieder ein Rennen gefahren, das erste Mal auch in Dijon“, so der Sieger des ersten Durchgangs.dijon_2014_racing

Durch den Ausfall von Hoffmann erbte Yannick Mettler den Sieg. Der letztjährige Formel-3-Pilot zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden: „Es war mein erstes Rennen in einem Sportwagen und es war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Beim ersten Rennen habe ich den Start ein bisschen verschlafen, weil ich auf die Ampel gewartet habe, aber alle haben schon beschleunigt. Ich habe mich dann aber sehr gut nach vorne gekämpft. Ich habe dann lange geführt, bin aber wieder auf ein schwereres Fahrzeug aufgelaufen und habe Zeit verloren. Der Zweitplatzierte ist dann aus der Kurve herausgekommen und es hat ein Fotofinish gegeben, das ich eigentlich gewonnen hätte. Leider war bei mir der Transponder hinten am Fahrzeug, bei meinem Gegner vorne. Rennen zwei ging schon deutlich besser von der Pace her. Leider waren die Reifen nicht mehr so gut. Aber ich konnte die Division2 gewinnen. Somit bin ich mit dem Wochenende und dem ersten Start in einem Sportwagen sehr zufrieden,“ so Yannick Mettler.

Anja Jouhsen mit guten Titelchancen

Da Flavio Mathys in Dijon nicht antrat, hätte Anja Jouhsen einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn machen können. Doch im ersten Rennen zwangen technische Probleme zur Aufgabe in der Box. Im zweiten Heat reichte es für die Tatuus-Pilotin dann immerhin zu Rang zwei, wobei sich Jouhsen gegen Robert Schönau im Wolf GB08 durchsetzen konnte. „Es war im zweiten Rennen ein schöner Kampf mit Robert Schönau und jeder Zeit sehr fair. Das Rennen war perfekt und nach dem Ausfall heute Morgen eine Entschädigung für mich. Da hatten wir technische Probleme, die wir aber jetzt gelöst haben. Ich bin mit dem zweiten Platz natürlich sehr zufrieden, denn Punkte sammeln ist natürlich das A und O vor dem Finale“, meinte Jouhsen.

dijon_2014_racing_carsFür Robert Schönau war der erneut dritte Platz in der Division 2 eine gelungene Premiere im Wolf Honda. „Es ist für mich ein sehr gelungenes Wochenende. Ich muss ehrlich sagen, das Auto war sogar ein bisschen besser als ich. Es war ein ganz neues Auto für mich und ich musste mich da erst noch daran gewöhnen. Es hat viel Spaß gemacht und es ist eine tolle Truppe, in die ich da reingekommen bin. Es war ein toller Kampf mit Anja Jouhsen und hat viel Spaß gemacht. Es war immer fair und es gab nie eine gefährliche Situation“. Die weiteren Plätze gingen in den beiden Rennen an Gerhard Münch (Norma M20 Honda), Happy Behler (PRC FPR6 Honda) und Jean-Bernard Claude (Norma M20 Honda).

In etwas mehr als einem Monat steigt dann das Finale der AvD Sports Car Challenge auf dem Hockenheimring. Dann wird sich endgültig entscheiden, welche Piloten die Titel in den beiden Divisionen mit nach Hause nehmen werden.

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