Sports Car Challenge - SCC Sports Car Club P9-Challenge Logo

Hier finden Sie Rennberichte und Ergebnisse der AvD SCC Saison 2014.

13
OKT
2014

Fabian Plentz siegt beim Finale der Sports Car Challenge

Titel für Fiedler und Mathys

Mit einem spannenden Finale auf dem Hockenheimring endete die Saison der AvD Sports Car Challenge. Die beiden Gesamtsiege räumte Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) souverän vor Tommy Tulpe bzw. Siegmar Pfeifer (beide Norma M20FC BMW) ab. Beide Meistertitel gingen erwartungsgemäß an Andreas Fiedler (Division 1) und Flavio Mathys (Division 2).andreas_fiedler_scc_meister_2014

Wie immer bei Meisterschaftsentscheidungen wurden die Rechenschieber hervorgekramt. Am Ende war es aber eine deutliche Angelegenheit. Weder Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) noch Flavio Mathys (Wolf GB08 Honda) waren die Meistertitel noch zu entreißen. Zumindest in der Division 1 schien die Sache bereits vor dem Finale entschieden, denn Andreas Fiedler benötigte im Grunde nur noch zwei Pünktchen. Nach den beiden Trainingsdurchgängen herrschte dann endgültig Klarheit. Zwar schnappte sich Fabian Plentz gleich zweimal die Pole, da aber Siegmar Pfeifer dadurch nicht punktete, konnte dieser Andreas Fiedler schon vor dem Start zum ersten Rennen nicht mehr einholen. Im Rennen verpasste Fiedler nach einigen engen Positionskämpfen zwar als Gesamtvierter das Treppchen, die Freude über den vorzeitigen Titelgewinn überwog selbstverständlich. Dass im zweiten Heat auf Rang zwei liegend das vorzeitige Aus kam, war dann im Grunde sowieso egal. „Im Hinblick auf die Meisterschaft war das Ergebnis noch in Ordnung. Aber das Rennen an sich war natürlich völlig unbefriedigend. Vom Start weg hat das Getriebe nicht mehr richtig funktioniert. Ich habe den dritten Gang nicht mehr reingebracht“, erzählte Fiedler.

Trotz der bereits feststehenden Meisterschaftsentscheidung entwickelte sich der erste Durchgang zu einem wahren Krimi, den Fabian Plentz in einem knappen Finish für sich entschied. Gleich von Beginn an bestimmte der PRC-Pilot das Tempo. Als in Runde acht das Safety-Car auf die Piste geschickt wurde, war der Vorsprung wieder dahin. „Ich bin gleich gut weggekommen und hatte schnell einen recht komfortablen Vorsprung. Für die Spannung des Rennens war es dann gut, dass das Safety Car gekommen ist. Danach habe ich gesehen, dass Tommy Tulpe hinter mir ist. Auch wenn es vielleicht so aussah, ich habe nicht extra langsam gemacht. Wir sind beide dann ähnliche Zeiten gefahren“, berichtete der Gesamtsieger nach dem Rennen. Bis auf 0,335 Sekunden konnte Tommy Tulpe bei seinem ersten Renneinsatz im neuen Norma M20FC BMW noch heranfahren. Davor hatte sich Tulpe noch ein rundenlanges Duell mit Markenkollege Siegmar Pfeifer geliefert, der sich diesmal mit der dritten Gesamtposition zufrieden geben musste. „Es war das erste Rennen mit dem neuen Auto und ich dachte vorher nicht, dass es so gut laufen wird. Am Schluss hatte ich lediglich leichte Probleme mit den Bremsen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es keine Safety Car Phase gegeben hätte. Ich hatte gesehen, dass Siggi Pfeiffer langsam mit den Bremsen Probleme bekam. So hätte ich ihn leichter halten können. Aber es hat auch so am Schluss gereicht“, befand Tommy Tulpe. Im zweiten Rennen drehte Siegmar Pfeifer den Spieß um, während sich Tulpe von der 16. Startposition bis aufs Podium nach vorne arbeitete. „Zu Beginn des ersten Rennens bin ich hinter Andreas Fiedler festgehangen, kam dann aber gut durch und war schnell hinter Tommy Tulpe auf Rang drei. Ich habe mich festgebissen, aber es ging einfach nicht an ihm vorbei. Es sind vom Leistungspotenzial fast identische Autos und Tommy ist fehlerfrei gefahren. Der Start im zweiten Rennen war nicht optimal. Am Ende der Parabolika bin ich mit einem anderen Auto zusammengeraten. Das war mein Fehler. Ansonsten war das Rennen relativ problemlos. Am Schluss ist die Bremse wieder ein bisschen weich geworden. Dann habe ich den Vorsprung verwaltet“, berichtete Pfeifer.

Mathys macht in der Division 2 alles klarFlavio Mathys, Division 2 Meister 2014 SCC

Rund ging es in der Division 2, wo sich im ersten Rennen zunächst Norbert Groer (Ligier JS51 Honda) an die Spitze setzte. Dahinter folgten Mathys und Gerhard Münch (Norma M20 Honda). Doch Münch musste sich bald dem Druck von Evi Eizenhammer beugen, die mit ihrem Norma M20FC Honda in der siebten Runde vorbeigehen konnte. In dieser Konstellation ging es in die drei Runden dauernde Saftey-Car Phase. Gleich nach dem Restart rutschte Groer in der Spitzkehre auf einer Ölspur aus, wodurch alle Konkurrenten vorbeikamen. Das schwarz-weiß karierte Tuch sah Flavio Mathys vor Eizenhammer und Münch. Allerdings standen am Ende weder Mathys noch Eizenhammer ganz oben auf dem Treppchen. Wegen Überholens unter Gelb bekam eine ganze Reihe von Fahrern eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt, darunter eben auch Mathys und Eizenhammer. Damit holte sich Gerhard Münch den Sieg vor Anja Jouhsen (Tatuus PY012 Honda) und Beat Eggimann (PRC S4 Honda). „Die Gelbphase beim ersten Rennen war schon ziemlich durcheinander. Das Problem war ein langsameres Fahrzeug, wo wir nicht wussten, was wir da machen sollten. Mit Glück kam ich somit noch aufs Podest“, schilderte Anja Jouhsen die Situation. „Platz eins im ersten Rennen war berechtigt, da eindeutig bei Gelb überholt wurde“, fand Division 2 Sieger Gerhard Münch.

Das zweite Rennen sah diesmal von Beginn an Flavio Mathys in Front. Der junge Eidgenosse sicherte sich nach anfänglichem Zweikampf mit Norbert Groer souverän den Sieg. Damit fuhr Mathys gleich in seiner ersten Saison zum Meistertitel in der Division 2. „Im ersten Rennen lief es leider nicht so gut. Bei der Gelbphase war ein Durcheinander. Da habe ich auch leider falsch gehandelt. Das zweite Rennen ging jetzt natürlich viel besser. Ich bin sehr zufrieden und glücklich. Es war eine super erste Saison“, freute sich Mathys über den Erfolg. „Das zweite Rennen hat so einigermaßen gepasst. Beim Start war Flavio schon vorn. Ich habe versucht zu pushen, einmal war ich sogar wieder vor ihm. Wir haben dann miteinander gekämpft. Zwischen uns hatte sich dann ein großes Auto aus der Division drei dazwischengeschoben. Ich hatte gehofft, dass er mich mitzieht, damit ich den Anschluss zu Flavio nicht verliere“, berichtete Groer. Den dritten Platz holte sich Gerhard Münch, der sich mit seinem Ergebnis zufrieden zeigte. Rang vier ging an Anja Jouhsen vor Happy Behler (PRC FPR6 Honda), die damit Rang zwei in der Meisterschaft als starkes Ergebnis mit nach Hause nahm. „Für mich persönlich war das zweite Rennen besser, auch wenn ich hier nicht auf einen Podestplatz gefahren bin. Ich habe verschiedene Dinge ausprobiert und später Bremspunkte gesetzt. Für mich ist das zweite Rennen somit besser zu bewerten. Mit der Saison bin ich zufrieden. Das Auto ist von der Technik nicht einfach, aber wir haben uns ständig weiterentwickelt“, so Jouhsen.scc_2014_finale_racecar

Spannung im Mittelfeld

In den letzten beiden Rennen wurde den Zuschauern wieder einiges geboten. Nicht nur die Kämpfe an der Spitze sowie in der Division 2 boten reichlich Action. Gerade im ersten Rennen ging es heiß her. Andreas Fiedler, Andy Prinz (PRC WPR60 Turbo) und Alexander Seibold (PRC SC97 BMW) lieferten sich packende Positionskämpfe um die vierte Position. Dabei rückte Seibold am Ende sogar noch eine Position nach vorne, da Prinz wegen einer Zeitstrafe seine fünfte Position eingebüßt hatte. Mit Rang fünf sicherte sich Seibold zudem noch vor Bernard Charriere (PRC SC97 BMW) den Sieg in der neuen Division 3, die für Fahrzeuge bis Baujahr 2000 ausgeschrieben ist. Den sechsten Platz belegte Peter Kormann (PRC WPR60 Turbo). Im zweiten Rennen war es zunächst Turi Breitenmoser, der mit seinem PRC WPR60 BMW das Vorderfeld aufmischte. Doch auf Rang drei liegend leistete sich der Schweizer einen Dreher, wovon am Ende Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) und Andy Prinz profitieren konnten. Für Jacques Breitenmoser war das Ergebnis zumindest eine kleine Entschädigung für das Aus im ersten Rennen: „. Nach dem Restart wollte ich an Groer vorbei, war dabei aber etwas zu optimistisch. Ich habe ihn touchiert und mir vorne einen Schaden eingefangen. Das war dann das Aus. Wir hatten uns aber auch bei den Reifen verpokert. Wir sind mit Intermediates losgefahren und das war definitiv die falsche Entscheidung.“ Als Gesamtneunter hinter Turi Breitenmoser gewann Alexander Seibold wie schon im ersten Heat die Division 3 vor Charriere und René Voss im KTM X-Bow.hockenheim_finale_scc_2014

Somit endet eine abwechslungsreiche Saison, die mit der Ehrung der Meister am 6. Dezember in St. Anton ihren endgültigen Abschluss finden wird. Für die kommende Saison sind bereits erste Entscheidungen getroffen worden, so dass sich alle Fahrer und Fans der AvD Sports Car Challenge auf die kommende Saison freuen können.

08
SEP
2014

AvD Sports Car Challenge in Dijon

Posted By :
Comments : 0

Thorsten Rüffer holt dritten Doppelsieg

Beim sechsten Lauf der AvD Sports Car Challenge in Djon feierte Thorsten Rüffer (Norma M20F Honda) zwei Gesamtsiege. Engster Widersacher war Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW), der zweimal als Gesamtzweiter auf das Podest klettern durfte. Dritter wurde in beiden Rennen Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo), während die Division 2 Siege an Roman Hoffmann (Ligier JS51 Honda) und Yannick Mettler (Wolf GB08 Honad) gingen.dijon_2014_siegerehrung

Es bleibt dabei. Wenn Thorsten Rüffer in diesem Jahr in der AvD Sports Car Challenge an den Start geht, dann gewinnt er auch. In Dijon-Prenois schnappte sich der Norma-Pilot seine Saisonsiege fünf und sechs. Bereits in den beiden Qualifyings hatte der Meister von 2011 die Nase vorne. Zumindest Siegmar Pfeifer erwies sich einmal mehr als der stark zu erwartende Gegner im Kampf um den Gesamtsieg. Im ersten Heat blieb Pfeifer lange dran und konterte Rüffers Rundenzeiten jedes Mal mit einer neuen eigenen Bestzeit. Doch Thorsten Rüffer ließ sich davon nicht beirren und legte seinerseits eine neue Rundenbestzeit vor. Als sich bei Pfeifer an der Front der Splitter löste, musste dieser aufgrund der starken Vibrationen Tempo herausnehmen, so dass sich Rüffer an der Spitze nach und nach absetzen konnte. Am Ende hatte sich der Vorsprung auf Platz zwei auf 6,619 Sekunden vergrößert. „Ich hatte nicht damit gerechnet beim Start gegen die beiden leistungsstärkeren Fahrzeuge unmittelbar vorne zu bleiben. Aber ich konnte mich in der Mitte durchsetzen und die Führung verteidigen, konnte mich aber von Siggi Pfeifer nicht absetzen. Obwohl ich dann beim Schalten Probleme bekam, konnte ich meine Führung doch sicher ins Ziel bringen“, so Rüffer. „Ich konnte am Anfang an Thorsten Rüffer dranbleiben. Gegen Mitte des Rennens ist am Auto vorne der Splitter losgegangen. Ab Tempo 250 fängt es dann an zu vibrieren, dass du nichts mehr siehst. Da musste ich dann immer vom Gas und Tempo rausnehmen“, erklärte Pfeifer, warum er den Anschluss an den Führenden verloren hatte.

Das zweite Rennen stand dann unter ganz anderen Vorzeichen. Diesmal schlüpfte Thorsten Rüffer in die Rolle des Jägers, nachdem sich Pfeifer gleich in der ersten Runde an die Spitze gesetzt hatte. Dahinter ließ Rüffer allerdings nicht locker. Als erneut Probleme mit der Frontpartie des Norma BMW auftraten, nutzte Rüffer die Gunst der Stunde und ging vorbei. „Es hat mir viel Spaß gemacht Runde für Runde hinter dem Führenden her zu hetzen. Ausgangs Start und Ziel habe ich probiert an Siggi vorbei zu kommen, ging aber nicht. Die einzige Chance, wo es ging, war hinten die zweite Gang rechts berghoch. Hier hat es beim zweiten Versuch dann geklappt“, schilderte der Gesamtsieger das entscheidende Manöver. „Im zweiten Rennen konnte ich den Start gewinnen und vorne bleiben. Dann fing die Haube wieder an zu vibrieren. Von da an habe ich meinen Platz einfach versucht zu verwalten. Der Abbruch kurz vor Schluss kam mir gelegen, sonst hätte ich vermutlich den zweiten Platz so nicht halten können“, so Pfeifer.

Andreas Fiedler auf Meisterschaftskurs

So richtig glücklich wurde Andreas Fiedler in der Vergangenheit mit dem Kurs von Dijon-Prenois nicht. Diesmal reichte es immerhin zweimal souverän zum dritten Gesamtrang. Mit etwas mehr Glück wäre zumindest im zweiten Rennen mehr drin gewesen. Doch viel wichtiger war, dass sich Andreas Fiedler nun deutlich in die Poleposition für das Finale in Hockenheim gebracht hatte. Nur noch zwei Pünktchen fehlen dem PRC-Piloten zum Titelgewinn in der Division 1. „Wir sind mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden. Mein Plan war einmal Zweiter und einmal Dritter zu werden. Das ist nicht ganz aufgegangen. Dijon bringt mir einfach kein Glück. Für die Meisterschaft war es aber gut und die Punkte nehme ich nach Hockeneheim mit. Jetzt heißt es einfach beim Finale gut durch zu kommen und die noch fehlenden Punkte einzufahren“, blickte Andreas Fiedler auf das bevorstehende Saisonfinale voraus.

Dahinter rangeln Siegmar Pfeifer und Thorsten Rüffer um die Vizemeisterschaft, während Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) nach seinem Motorschaden einen Rückschlag im Kampf um Rang drei hinnehmen musste. Gut aufgelegt präsentierte sich dagegen Peter Kormann (PRC WPR60 Turbo), der sich durch den Ausfall von Jacques Breitenmoser im ersten Rennen die vierte Gesamtposition erkämpfte. Im zweiten Heat lief es dann nicht ganz so rund. Zumindest gelang als Gesamtneunter noch der Sprung unter die Top 10, sowie der fünfte Platz in der Division 1. Damit tauschte Kormann mit Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) die Plätze. Der Eidgenosse war im ersten Rennen gut unterwegs gewesen, als sich nach der dritten Runde plötzlich der Gurt löste. Die Plätze sechs und sieben gingen in beiden Rennen an Jay Boyd (Radical SR8) und Bernard Charriere (PRC SC97 BMW).scc_wolf_racing_dijon

Hoffmann und Mettler siegen in der Division 2

Für Roman Hoffmann (Ligier JS51 Honda) hätte das Comeback im Renncockpit bis wenige Runden vor Schluss des zweiten Durchgangs eigentlich nicht besser laufen können. Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Österreicher seinem zweiten Sieg in der Division 2 entgegen, als plötzlich ein Radbolzen brach und sich der Ligier ins Kiesbett verabschiedete. Davor hatte sich der Ligier-Pilot eigentlich schon deutlich von Yannick Mettler (Wolf GB08 Honda) absetzen können. Im ersten Rennen war es da schon weitaus enger gewesen. Die beiden 2-Liter Sportwagen lieferten sich ein heißes Duell, bei dem sich Hoffmann bis zur elften Runde an der Spitze hielt. Dann ging Mettler vorbei. Doch in der letzten Runde schnappte sich Hoffmann wieder die Führung und siegte in einem Foto-Finish. Mit gerade einmal einer Hundertstel Abstand gab es den engsten Zieleinlauf in dieser Saison. „Wir haben das Auto erst kennenlernen müssen und mit einigen technischen Problemen gekämpft, darunter zwei Motorschäden. Aber jetzt sind wir so weit und es funktioniert. Mit dem Ligier zu gewinnen, der ja nicht mehr der neueste ist, freut mich umso mehr. Der Sieg war am Schluss verdammt eng. Es war ein harter Kampf. Mir fehlt noch etwas die Kondition. Ich bin heute erst wieder ein Rennen gefahren, das erste Mal auch in Dijon“, so der Sieger des ersten Durchgangs.dijon_2014_racing

Durch den Ausfall von Hoffmann erbte Yannick Mettler den Sieg. Der letztjährige Formel-3-Pilot zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden: „Es war mein erstes Rennen in einem Sportwagen und es war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Beim ersten Rennen habe ich den Start ein bisschen verschlafen, weil ich auf die Ampel gewartet habe, aber alle haben schon beschleunigt. Ich habe mich dann aber sehr gut nach vorne gekämpft. Ich habe dann lange geführt, bin aber wieder auf ein schwereres Fahrzeug aufgelaufen und habe Zeit verloren. Der Zweitplatzierte ist dann aus der Kurve herausgekommen und es hat ein Fotofinish gegeben, das ich eigentlich gewonnen hätte. Leider war bei mir der Transponder hinten am Fahrzeug, bei meinem Gegner vorne. Rennen zwei ging schon deutlich besser von der Pace her. Leider waren die Reifen nicht mehr so gut. Aber ich konnte die Division2 gewinnen. Somit bin ich mit dem Wochenende und dem ersten Start in einem Sportwagen sehr zufrieden,“ so Yannick Mettler.

Anja Jouhsen mit guten Titelchancen

Da Flavio Mathys in Dijon nicht antrat, hätte Anja Jouhsen einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn machen können. Doch im ersten Rennen zwangen technische Probleme zur Aufgabe in der Box. Im zweiten Heat reichte es für die Tatuus-Pilotin dann immerhin zu Rang zwei, wobei sich Jouhsen gegen Robert Schönau im Wolf GB08 durchsetzen konnte. „Es war im zweiten Rennen ein schöner Kampf mit Robert Schönau und jeder Zeit sehr fair. Das Rennen war perfekt und nach dem Ausfall heute Morgen eine Entschädigung für mich. Da hatten wir technische Probleme, die wir aber jetzt gelöst haben. Ich bin mit dem zweiten Platz natürlich sehr zufrieden, denn Punkte sammeln ist natürlich das A und O vor dem Finale“, meinte Jouhsen.

dijon_2014_racing_carsFür Robert Schönau war der erneut dritte Platz in der Division 2 eine gelungene Premiere im Wolf Honda. „Es ist für mich ein sehr gelungenes Wochenende. Ich muss ehrlich sagen, das Auto war sogar ein bisschen besser als ich. Es war ein ganz neues Auto für mich und ich musste mich da erst noch daran gewöhnen. Es hat viel Spaß gemacht und es ist eine tolle Truppe, in die ich da reingekommen bin. Es war ein toller Kampf mit Anja Jouhsen und hat viel Spaß gemacht. Es war immer fair und es gab nie eine gefährliche Situation“. Die weiteren Plätze gingen in den beiden Rennen an Gerhard Münch (Norma M20 Honda), Happy Behler (PRC FPR6 Honda) und Jean-Bernard Claude (Norma M20 Honda).

In etwas mehr als einem Monat steigt dann das Finale der AvD Sports Car Challenge auf dem Hockenheimring. Dann wird sich endgültig entscheiden, welche Piloten die Titel in den beiden Divisionen mit nach Hause nehmen werden.

03
AUG
2014

Enge Rennen in der Division 2

Posted By :
Comments : 0

Fiedler und Plentz siegen in Hockenheim

Erstmals hieß der Gesamtsieger in dieser Saison nicht Andreas Fiedler oder Thorsten Rüffer. Beim fünften Lauf der AvD Sports Car Challenge in Hockenheim reihte sich Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) in die Liste der Gesamtsieger ein. Das erste Rennen hatte dagegen noch Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) vor Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) für sich entschieden.hockenheim_race_2014

Bisher galt in der diesjährigen Saison der AvD Sports Car Challenge eigentlich immer, dass der Gesamtsieg an Andreas Fiedler oder Thorsten Rüffer geht. Wenn Thorsten Rüffer an den Start rollt, ist der Norma-Pilot am Ende auch ganz vorne. Auf dem Hockenheimring fehlte nun Thorsten Rüffer, so dass der Norm nach eigentlich Andreas Fiedler ganz oben auf das Treppchen klettern sollte. Doch schon im Qualifying deutete sich an, dass das Vorhaben sicherlich kein einfaches Unterfangen werden dürfte. Gleich zweimal hatte sich Fabian Plentz die Pole gesichert, wobei er jeweils einmal im neuen Norma M20FC BMW und im PRC WPR60 BMW die Bestzeit erzielte. Dabei hatte sich im Qualifying der PRC das Quäntchen schneller gezeigt. Auf das erste Rennen verzichtete Plentz, so dass Andreas Fiedler noch eine Schonfrist hatte. Da Siegmar Pfeifer (Norma MF20FC BMW) nicht trainiert hatte und von ganz hinten starten musste, hatte Fiedler relativ leichtes Spiel. Bereits nach zwei Runden betrug der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Tommy Tulpe im PRC WPR60 BMW über drei Sekunden. Gefahr drohte in erster Linie von Siegmar Pfeifer, der nach nur drei Umläufen Tulpe kassiert und die zweite Position übernommen hatte. Mit einer starken 1.36,758 verringerte Pfeifer den Abstand weiter, doch wenig später konterte Fiedler ebenfalls mit einer 1.36er Zeit. Erst als Pfeifer Bremsprobleme bekam, wuchs der Vorsprung bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge auf 11,891 Sekunden an. Als Gesamtdritter schaffte Tommy Tulpe den Sprung auf das Gesamttreppchen.

„Endlich hat es auch einmal in Hockenheim geklappt. Ich bin beim Start gleich gut weggekommen. Ich habe dann Siggi Pfeifer im Rückspiegel gesehen, der näher kam und dann immer geschaut, dass ich den Abstand halten kann.hockenheim_racing_2014_fiedler Als dann bei ihm die Bremse abbaute, war klar, dass er nicht mehr an mich herankommen kann. Siege sind natürlich schön, aber Punkte für die Meisterschaft sind auch wichtig“, zeigte sich Andreas Fiedler mit dem ersten Durchgang zufrieden. Ähnlich sah es auch Siegmar Pfeifer: „Zunächst lief alles wunderbar und ich konnte von hinten gut aufholen. Da dachte ich, dass ich den Andreas Fiedler vielleicht noch erwischen kann. Aber dann wurde die Bremse länger und länger. Wenn man bei 280 km/h ein ganz langes Bremspedal hat, fühlst du dich nicht so wohl. Ich musste dann Tempo herausnehmen. Mit Platz zwei bin ich so gesehen dann doch recht zufrieden“.

Fabian Plentz gewinnt Rennen zwei

Das zweite Rennen wurde zu einer klaren Angelegenheit für Fabian Plentz, der den PRC von Tommy Tulpe übernommen hatte. Gleich vom Start weg dominierte der Meister von 2012 das Renngeschehen. Mit über 12 Sekunden Vorsprung wurde der PRC-Pilot als Gesamtsieger abgewinkt. „Es war ein recht einsames Rennen für mich. Ich hatte einen guten Start erwischt und konnte Siggi Pfeifer hinter mir halten. Ich habe dann durch die Box gesehen, dass der Abstand größer wurde. Von da an war es dann nur noch den Vorsprung verwalten“, fasste Fabian Plentz das Rennen zusammen. Womöglich hätten die Zuschauer dahinter einen engen Kampf um den zweiten Platz zu sehen bekommen. Doch schon in der ersten Runde leistete sich Siegmar Pfeifer eingangs Start- und Ziel einen Dreher, so dass der Norma an das Feldende zurückgeworfen wurde. Damit war der Weg für Andreas Fiedler frei, der sich souverän den zweiten Platz sicherte. Dritter wurde nach einer starken Aufholjagd noch Siegmar Pfeifer, der kurz vor Schluss noch Jacques Breitenmoser abfangen konnte.

Besonders eng umkämpft war diesmal die vierte Position. Im ersten Rennen hatte Andy Prinz (PRC WPR60 Turbo) bis zwei Runden vor Schluss Platz vier inne. Runde um Runde war jedoch Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) immer näher herangekommen, um schließlich vorbeizugehen und mit 0,293 Sekunden Abstand auf Prinz den vierten Platz nach Hause fahren. Das Spielchen wiederholte sich im zweiten Rennen, diesmal nur mit umgekehrten Vorzeichen. Bis zur Rennhalbzeit hatte sich mit Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW), Andy Prinz und Jacques Breitenmoser eine Dreiergruppe gebildet. Als Turi Breitenmoser in der neunten Runde in die Box musste, schnappte sich sein Sohn den PRC von Andy Prinz. Doch diesmal schlug Prinz seinerseits zwei Umläufe vor Schluss zurück und verwies Jacques Breitenmoser auf Rang fünf.

Flavio Mathys mit Doppelsieg in der Division 2

Nach seinen beiden Siegen auf dem Red Bull Ring war Flavio Mathys (Wolf GB08 Honda) auch auf dem Hockenheimring nicht zu stoppen. Vor allem das erste Rennen war aber ein hartes Stückchen Arbeit, denn mit Gerhard Münch (Norma M20 Honda) hatte der Eidgenosse einen starken Gegner. Zuletzt hatte der Vorjahresmeister mit defektem Motor dem Renngeschehen noch tatenlos zusehen müssen. Rundenlang lieferten sich die beiden Division 2 Piloten einen engen Zweikampf, wobei zunächst Gerhard Münch die Nase vorne hatte. Immer wieder wechselte die Führung hin und her. Erst als die Reifen des Norma-Piloten nachließen, setzte sich Flavio Mathys etwas ab und holte sich den fünften Saisonsieg.hockenheim_2014_racing_scc Beim Kampf um den dritten Platz setzte sich Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda) gegenüber Norbert Groer (Ligier JS51 Honda) durch. „Endlich mal wieder ein Platz auf dem Podium. Ich habe zunächst geführt. Dann haben die Reifen nachgelassen und ich musste Flavio Mathys vorbeilassen. Für das alte Auto geht das und ich bin im Grunde nicht unzufrieden“, fand Gerhard Münch.

Das zweite Rennen verlief für Flavio Mathys relativ ähnlich. Diesmal erwies sich Anja Jouhsen (Tatuus FY012 Honda) als die erwartet schwere Gegnerin. Im ersten Rennen hatte sich die Tatuus-Pilotin gleich zu Beginn einen Dreher geleistet und war weit zurückgefallen. Ein weiterer Dreher warf Jouhsen dann endgültig zurück. Diesmal jedoch setzte sich Jouhsen direkt an die Spitze, während Mathys als Zweiter folgte. Gegen Mitte des Rennens übernahm Mathys die Führung, die auf fast 15 Sekunden anwuchs. Dritter wurde Gerhard Münch. „Im ersten Rennen hat sich Anja Jouhsen weggedreht. Dann hatte ich lange Gerhard Münch vor mir. Der war eine harte Nuss. Im zweiten Rennen war es Anja Jouhsen. Auch sie war nicht einfach zu überholen. Aber am Schluss konnte ich sie letztendlich schnappen und noch den Sieg in der Division 2 holen“, berichtete der Doppelsieger. Auch Anja Jouhsen zeigte sich mit dem Wochenende zufrieden: „Das zweite Rennen war top. Ich bin gute Zeiten gefahren und habe in der Division auch geführt und dann ist Flavio Mathys in der fünften Runde vorbei. Ich habe aber auch nicht zugemacht. Vielleicht hätte ich mich da etwas breiter machen sollen. Mit dem Ergebnis und meinem Rennen bin ich aber dennoch zufrieden“.

In den heißen Sommermonaten steht für die Piloten und Teammitgliedern der AvD Sports Car Challenge nun eine Pause an. Weiter geht es dann wieder vom 5.-6. September in Dijon-Prenois.

08
JUL
2014

Sports Car Challenge mit tollem Auftritt bei der Truck Race Trophy

Posted By :
Comments : 0

Fiedler kehrt am Red Bull Ring in die Erfolgsspur zurück

Mit seinen zwei Siegen auf dem Red Bull Ring fand Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) den Weg zurück in die Erfolgsspur. Beim Heimspiel der Sports Car Challenge vor 26.000 Zuschauern legte der PRC-Pilot zwei starke Auftritte hin. Zweiter wurde Siegmar Pfeifer, der im Norma M20FC BMW jeweils Jacques Breitenmoser und Karl-Heinz Matzinger (beide PRC WPR60 Turbo) auf den dritten Platz verwies.redbull_2014_4

Nach seinen beiden Auftaktsiegen in Brünn musste Andreas Fiedler bei den vergangenen Veranstaltungen anderen Piloten den Vortritt lassen. Auf dem Red Bull Ring schlug der PRC-Pilot fulminant zurück und überzeugte mit zwei deutlichen Siegen vor Siegmar Pfeifer. Schon im Zeittraining kündigte sich an, dass der Gesamtsieg nur über Andreas Fiedler und Siegmar Pfeifer führen würde. Im ersten Qualifying hatte Pfeifer noch ganz knapp die Nase vorne, während Fiedler im zweiten Durchgang auf die Pole fuhr. Gleich beim Start zum ersten Rennen am Samstag schob sich Fiedler an die Spitze, während Pfeifer nicht nur Matzinger sondern auch Jacques Breitenmoser vorbeilassen musste. Andreas Fiedler spielte das in die Karten und der grüne PRC machte gleich zu Beginn einiges an Boden gut. „Im ersten Rennen bin ich beim Start gleich gut wegkommen. Ich habe dann ein Polster herausfahren können und konnte den Vorsprung gut nach Hause bringen. Mir liegt die Strecke hier ganz gut“, erzählte Fiedler. Die entstandene Lücke konnte Siegmar Pfeifer nicht mehr ganz zufahren. Vor allem Karl-Heinz Matzinger leistete in der Anfangsphase erbitterte Gegenwehr, doch in der siebten Runde übernahm der Norma BMW schließlich die zweite Position. Bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs knabberte Pfeifer den Abstand zwar auf 3,951 Sekunden herunter, doch mehr als der gute zweite Gesamtrang war nicht mehr drin. „Das Qualifying war absolut in Ordnung und es gab da keinerlei Probleme. Das Rennen eigentlich auch, bis auf den Schluss, wo ich Probleme mit der Bremse bekam. Den Start habe ich vielleicht etwas zu langsam angegangen, wodurch die anderen natürlich gedrückt haben. Da braucht es nicht viel und die sind vorbei“, so Pfeifer.redbull_2014_1

War das erste Rennen noch relativ knapp ausgegangen, zog Andreas Fiedler im zweiten Heat nun alle Register und siegte mit knapp über 19 Sekunden Vorsprung überlegen. Es war eine durchaus beeindruckende Schau seiner Qualitäten, die der PRC-Pilot in der Steiermark da abzog. „Es hat mit der Pole am Morgen gut hingehauen, leider aber mit einer geschrotteten Kupplung. Da haben meine Jungs aber super zusammengehalten und das Auto wieder bis zum Start hingebracht. Es war heute ein toller Start- und Zielsieg. Ich habe mir die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Es hat einfach super gepasst. Endlich läuft das Auto“, freute sich der zweimalige Gesamtsieger. Siegmar Pfeifer konnte sich dennoch über einen starken zweiten Platz freuen. Denn schon nach sechs Rennen hat sich gezeigt, dass der Wechsel auf den Norma M20FC BMW durchaus die richtige Entscheidung war. „Das Ergebnis des zweiten Rennens an sich ist ok. Aber es hätte noch besser laufen können, jedoch hat mich die Bremse im Stich gelassen. Ich habe teilweise 50 Meter früher gebremst. Das ist natürlich kein Zustand um ganz vorne zu landen. Aber ich denke, wir wissen woran es liegt und jetzt heißt es für Hockenheim die Hausaufgaben zu machen“, gab sich Pfeifer für das nächste Rennwochenende zuversichtlich.

 Jacques Breitenmoser und Karl-Heinz Matzinger fahren aufs Stockerl

Hinter den schnellen Fiedler und Pfeifer waren es Jacques Breitenmoser und Karl-Heinz Matzinger, die sich den verbliebenen dritten Platz auf dem Stockerl schnappten. Der dritte Platz wäre für Matzinger wohl auch im ersten Durchgang herausgesprungen, doch Motorprobleme stoppten die Weiterfahrt des Österreichers. Somit wanderte der Pokal für den dritten Rang in die Schweiz. Im zweiten Rennen drehte Matzinger nun den Spieß um und verwies Jacques Breitenmoser auf die vierte Position. „Trotz Podestplatz im zweiten Rennen kann ich nicht zufrieden sein. Wir wundern uns, dass es überhaupt möglich war noch den dritten Platz zu erreichen. So schlimm wie heute war es schon lange nicht mehr. Wir dachten wir hätten die Probleme mit dem Getriebe hinter uns, aber dem war nicht so. Das ist schon sehr deprimierend. Gestern musste ich mit Motorproblemen vorzeitig das Auto abstellen“, berichtete Matzinger.redbull_2014_2

Division 2 Sieg geht zweimal an Flavio Mathys

Richtig Spannung war bei den Kämpfen um die weiteren Plätze geboten. Im ersten Rennen hatte sich eine enge Kampfgruppe aus Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW), „Tessitore“, Peter Kormann (beide PRC WPR60 Turbo) und dem schnellsten Division 2 Piloten Flavio Mathys im Wolf GB08 Honda gebildet. Nach und nach setzte sich hierbei Peter Kormann ab und holte sich nach dem Ausfall von Matzinger den vierten Platz vor Turi Breitenmoser und „Tessitore“. „Zufrieden ist man nur wenn man gewonnen hat. Die Strecke ist für mein Auto nicht so ideal. Mit diesen Reifen, der Größe, da hat der Siggi Pfeifer die bessere Variante. Die Zeiten sind für mich schon ok, ich bin auch nochmals eine Sekunde heruntergekommen. Aber jetzt freue ich mich auf die anderen Rennstrecken“, blickte Turi Breitenmoser nach dem Rennen voraus. Als Gesamtsieber wurde Flavio Mathys abgewinkt, der damit die Division 2 vor Anja Jouhsen (Tatuus FY012 Honda) und Norbert Groer (Ligier JS51 Honda) für sich entschied. redbull_2014_3

Genau wie im ersten Rennen hatte sich bald wieder die Vierergruppe gefunden. Doch diesmal war es Flavio Mathys, der gegenüber den Division 1 Boliden die Oberhand behielt. Als Gesamtfünfter sah der junge Eidgenosse das Zieltuch und verwies damit „Tessitore“ und Peter Kormann auf die weiteren Plätze, während Turi Breitenmoser seinen PRC nach 23 Runden in der Box abstellte. „Das erste Rennen am Samstag ist für mich super gelaufen. Ich konnte gleich beim Start gut wegziehen. In der ersten Runde war noch ein bisschen Kampf, aber dann war es mir möglich einen Vorsprung herauszufahren. Auch beim zweiten Rennen lief es für mich sehr gut. Beim Start konnte ich durch ein bisschen Abstand profitieren und wie im ersten Rennen gleich etwas wegziehen. Ich habe dann durch einen Fehler profitieren können und bin weiter nach vorne kommen. Endlich bin ich bei meinem zweiten Rennen richtig ins Ziel kommen. Es war ein super Wochenende für mich“, freute sich der schnelle Eidgenosse.

Enger Kampf um den zweiten Platz in der Division 2

Zwischen Anja Jouhsen und Norbert Groer ging es das gesamte erste Rennen überaus heiß her, wobei sich die Tatuus-Pilotin mit 0,9 Sekunden Vorsprung knapp gegenüber dem Österreicher durchsetzte. „Ich habe hart mit Norbert Goer gekämpft. Ich muss sagen, dass das Auto genial läuft. Ich bin zum ersten Mal hier gefahren. Die Strecke ist zwar kurz, aber sie ist mir sehr gut gelegen. Die Atmosphäre an den Tagen hier war einfach toll mit den vielen Zuschauern“, so Jouhsen. Dahinter schaffte noch Hermann Berger im KTM X-Bow, der mit seiner spektakulären Fahrweise zum Liebling auf den Tribünen avancierte, den Sprung unter die Top 10.

Auf den Plätzen acht und neun fuhren Norbert Groer und Anja Jouhsen über den Zielstrich. Diesmal behielt Groer die Oberhand, wobei der Abstand mit gerade einmal 0,397 Sekunden wiederum denkbar knapp war. „Ich habe wie gestern gekämpft und alles gegeben. Wenn das Rennen noch ein paar Runden länger gedauert hätte, wäre vielleicht noch etwas mehr gegangen. Am Ende war ich wieder nahe dran. Es war viel Verkehr auf der Strecke, worunter ich ein wenig gelitten hatte. Es hat Spaß gemacht hier“, fand Anja Jouhsen lobende Worte für die Veranstaltung. “Ich bin heute zufrieden mit dem Ergebnis und Platz zwei in der Klasse. Gestern hatte ich Probleme mit dem Auto, wodurch ich nicht mehr als Platz drei erreichen konnte“, ergänzte Norbert Groer. Die weiteren Ränge belegten Bernard Charriere (PRC SC97 BMW) vor Hermann Berger und Alexander Frank (PRC Opel), der als Bergspezialist zum ersten Mal in der Sports Car Challenge unterwegs war und sich dabei von Rennen zu Rennen steigern konnte.

Nach dieser gelungenen Veranstaltung zusammen mit der Truck Race Trophy am Red Bull Ring geht es für die Sports Car Challenge schon in drei Wochen mit dem nächsten Lauf weiter. Dann gastiert die beliebte Sportwagen-Serie zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Hockenheimring.

 

16
JUN
2014

AvD Sports Car Challenge auf dem Hockenheimring

Posted By :
Comments : 0

Thorsten Rüffer holt erneuten Doppelsieg

Auf dem Hockenheimring setzte Thorsten Rüffer (Norma M20F Nissan) seine Siegesserie fort. Beim dritten Lauf der AvD Sports Car Challenge war der Norma-Pilot in beiden Rennen nicht zu schlagen. Engster Verfolger war Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW), der sich im zweiten Heat mit Platz zwei belohnte. Im ersten Durchgang holte sich Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) vor Tommy Tulpe (PRC WPR60 BMW) den zweiten Rang.hockenheim_2014_01

Selbst nach den beiden deutlichen Siegen in Oschersleben blieb Thorsten Rüffer weiterhin skeptisch. Zur oft war der Meister von 2011 in der letzten Zeit von der Technik im Stich gelassen worden. Doch gleich das freie Training zeigte, auch in Hockenheim ist der Norma-Pilot nur sehr schwer zu schlagen. Mit einer 1.36,251 unterbot Rüffer die alte Bestmarke, die Sven Barth vor drei Jahren gesetzt hatte. Im Qualifying bestätigten sich die Eindrücke, wobei zumindest Siegmar Pfeifer Zeiten auf ähnlichem Niveau abspulen konnte. So erwies sich dann auch Pfeifer in beiden Rennen als engster Widersacher. Im ersten Heat verteidigte Rüffer zwar seine Führung, doch der Norma BMW blieb im Windschatten. In Runde vier übernahm Pfeifer sogar kurzzeitig die Spitze, musste dann aber wieder zurückstecken. Von da an war es für Rüffer ein leichtes Spiel und der Norma Nissan schoss mit fast 30 Sekunden Abstand über die Ziellinie. „Ich habe am Anfang zu viel Gas herausgenommen. Auf der Geraden zur Parabolika hat er mich ausgebremst und ging in Führung. Nach zwei oder drei Runden habe ich mich dann so weit ansaugen können, dass ich in der Sachskurve innen vorbei gehen konnte“, berichtete Rüffer.

Der zweite Durchgang hatte es ebenfalls in sich. Beim Start schlüpften Pfeifer und Tulpe vorbei, wobei sich Rüffer die zweite Position noch im ersten Umlauf wieder zurückholte. Zwei Runden lang hielt sich Pfeifer an der Spitze, dann war Rüffer auch schon vorbei. Ganz so leicht wie im ersten Rennen lief es für Rüffer zwar nicht, dennoch wuchs der Vorsprung bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs auf über 15 Sekunden an. „Pfeifer war schon zehn Wagenlängen weg. Ich kämpfte mich wieder heran. In der Sachskurve machte er dann die Tür auf und ich schlängelte mich wie im ersten Rennen vorbei. Diesmal blieb er aber an mir dran. Es war schwieriger als es vielleicht aussah“, so Rüffer. Für Pfeifer war der zweite Rang eine Wiedergutmachung für das Missgeschick im ersten Durchgang. „Am Anfang lief alles prima. Als ich dann nach 10 Minuten auf die Benzinanzeige schaute, hatten wir schon die Hälfte verbraucht. Da habe ich dann einfach die Drehzahl reduziert und noch mehr reduziert. Ich wollte so nur über die Runden kommen. Da kommen die anderen dann natürlich vorbei“, so Pfeifer zum ersten Rennen.

Fiedler und Tulpe fahren aufs Stockerl

hockenheim_2014_02Mit seinem vierten und zweiten Platz zeigte Siegmar Pfeifer, dass mit ihm in den kommenden Rennen auf jeden Fall zu rechnen ist. Im ersten Durchgang konnten Andreas Fiedler und Tommy Tulpe von den Sprit-Problemen profitieren. Andreas Fiedler kämpfte sich von der fünften Position aus an Tulpe sowie an Karl-Matzinger (PRC WPR60 Turbo) vorbei und schnappte sich vor einem gut aufgelegten Tulpe die zweite Gesamtposition. „Wenn man sich von dem zunächst durchwachsenen Wochenende auf Platz zwei noch vorkämpft, muss man sagen, es hat doch noch Spaß gemacht. Am Start bin ich zunächst etwas zurückgefallen. Wir hatten neue Reifen aufgezogen, die noch nicht angefahren waren. Ich hielt mich aus dem Getümmel, wollte einfach dranbleiben und habe auf meine Chance gewartet. Als die anderen einen Durchhänger hatten, konnte ich vorbeigehen“, erklärte Andreas Fiedler. Im zweiten Rennen musste sich Fiedler erneut mit Tulpe auseinandersetzen, der den grünen PRC fünf Runden lang hinter sich hielt. An den schnellen Siegmar Pfeifer war dann zwar kein Herankommen mehr, dennoch durfte Fiedler als Gesamtdritter zum zweiten Mal an diesem Wochenende aufs Stockerl steigen. Platz vier ging an Tommy Tulpe, der sich mit seinem Rennwochenende zufrieden zeigte: „Es war ein richtig tolles Wochenende, mein Bestzeitwochenende. Mit dem ersten Rennen war ich jetzt nicht ganz so zufrieden, obwohl ich Dritter geworden bin. Das zweite Rennen war für mich das beste Rennen, das ich bisher gefahren bin. Es war konstant 1,39 und dazwischen 1,38. Wenn man mit Andreas Fiedler und Siggi Pfeifer mithalten kann, da kann man dann äußerst zufrieden sein“.

Überraschungen in der Division 2

Richtig eng ging es in der diesmal gut besetzten Division 2 zu, wo neben zwei jungen Schweizern zwei schnelle Damen auf sich aufmerksam machten. Zwar setzten in den beiden Qualifyings sowohl Simon Stoller als auch Flavio Mathys (beide Wolf GB08 Honda) jeweils einmal die Bestzeit. Dahinter kamen mit Anja Jouhsen (Tatuus FY012 Honda) und Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda) eben jene Ladies, die in Hockenheim zu überzeugen wussten. Für Evi Eizenhammer langte es im ersten Heat gar zum Sieg vor Mathys und Jouhsen, die eine bessere Positionierung durch einen Dreher in der Spitzkehre verschenkte. Gleich von Beginn an lagen allerdings die beiden Wolf Sportwagen in Front. Die Eidgenossen lieferten sich einen herzhaften Kampf, wobei sich Mathys nach einem Dreher zunächst verabschiedete. Simon Stoller übernahm die Führung in der Division 2, dicht gefolgt von Eizenhammer. Kurz vor Schluss rollte der Wolf-Pilot plötzlich in langsamer Fahrt aus, womit sich Eizenhammer den Sieg in der Division holte. „Ich fühle mich ganz einfach in diesem Auto pudelwohl. Es hat heute alles gepasst. Ich gehe an Grenzen, die ich bisher nicht gekannt habe. Ich denke, dass dies ein Grund ist, dass ich schneller werde“, berichtete Eizenhammer. Dahinter ging es um den zweiten Platz noch einmal richtig rund. hockenheim_2014_03Am Ende setzte sich Mathys ganz knapp gegenüber Jouhsen durch. „Wir haben uns an einer Stelle touchiert und uns beide in die Wiese herausgedreht. Beide Motoren waren aus, dann wieder an. Er hatte aber näher zur Strecke und kam besser weg. Ich habe auf jeden Fall alles gegeben“, berichte Jouhsen von der letzten entscheidenden Szene. „ Ich konnte noch ein bisschen was retten und doch noch Punkte mitnehmen. Das ist sicher für mich dann das Wichtigste“, zog Mathys noch ein positives Fazit. Die Plätze vier und fünf belegten Happy Behler (PRC FPR6 Honda) und Jean-Bernard Claude (Norma M20 Honda).

Ähnlich spannend verlief der zweite Durchgang, wobei Eizenhammer zunächst vor Stoller und Jouhsen in Führung lag. Diesmal jedoch hatte der Schweizer das bessere Ende für sich. In Runde sechs setzte sich Stoller vor Eizenhammer und fuhr zu seinem ersten Saisonerfolg. „Es war jetzt einfach nur geil. Ich kam von Anfang an von der achten Startreihe gut nach vorne. Dann war es ein schöner Zweikampf mit Evi Eizenhammer. Das hat Spaß gemacht. Es sind alle gut gefahren. Am Anfang der Saison hatten wir noch sozusagen kleine Kinderkrankheiten am neuen Auto. Aber jetzt läuft es super. Jetzt geht es richtig los“, zeigte sich Stoller angriffslustig. Evi Eizenhammer, die sich gerade einmal um 0,367 Sekunden geschlagen geben musste, pflichtete bei: „Der Fight im zweiten Rennen war toll und ich habe dabei auch noch viel gelernt. Es war einfach ein wunderschönes Wochenende mit zwei tollen Rennen“. Den dritten Platz holte sich erneut Anja Jouhsen, die Beat Eggimann und Knut Lehmann (beide PRC S4 Honda)in Schach hielt.

Stark besetzte Division 1

Karl Heinz Matzinger (PRC WPR60 Turbo) konnte seine Treppchenplatzierungen von Oschersleben diesmal nicht wiederholen. Der Österreicher hatte sich im ersten Quali zwar die zweite Startposition geholte, musste dann aber im Rennen zurückstecken und mit Platz fünf vorlieb nehmen. „Gleich beim Start war ich kurz eine halbe Wagenlänge vorne. Leider habe ich die Reifen nicht auf Temperatur gebracht. Ab der dritten Runde hatte ich auf der Hinterachse keine Bremswirkung mehr. Am Auto war einiges verstellt, so dass mir vom Lenken jetzt die Hand schmerzt. Mehr war da nicht zu machen“, berichtete Matzinger. Im zweiten Heat wäre wohl die gleiche Platzierung herausgesprungen, wenn der ehemalige SCC-Meister in der letzten Runde nicht ausgerollt wäre. So schnappte sich Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) die fünfte Gesamtposition, nachdem er im ersten Durchgang den PRC noch wegen Leistungsverlust abstellen musste. „Mein Start war nicht so gut. Aber dann hatte ich schöne Kämpfe mit Hallau und Matzinger. Die Zeit war auch die schnellste, die ich an diesem Wochenende hier gefahren bin“, erzählte Jacques Breitenmoser. Bei Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) lief es im ersten Durchgang ebenfalls nicht nach Wunsch. „Nach dem Start hatte ich Georg Hallau und Andy Prinz überholt.hockenheim_2014_04 Dann hatte ich keinen Gang mehr. Vermutlich bin ich beim Bremsen auf die Kupplung gekommen. In der schnellen Kurve bei der Mercedes Tribüne lag dann ein Teil auf der Strecke, wodurch ich fast eine Vollbremsung machen musste. Da waren die anderen weggefahren“. Zumindest im zweiten Rennen durfte sich Turi Breitenmoser über einen siebten Platz vor Peter Kormann freuen. Sechster wurde Georg Hallau (PRC WPR60 BMW), der im ersten Durchgang nach dem Verlust der Frontabdeckung ausgeschieden war.

Peter Kormann gab in Hockenheim sein Debüt im PRC WPR60 Turbo, nachdem er mit dem Vorgängerfahrzeug mit dem Honda-Kompressor Triebwerk nicht wirklich glücklich geworden war. Die Plätze sechs und neun, sowie noch viel wichtiger zwei Zielankünfte, bedeuteten einen guten Auftakt im neuen Einsatzgefährt. Damit ist Willi Pfeiffer (Norma M20F Honda Komp.) der einzige Pilot, der noch auf ein Kompressor-Triebwerk setzt. Hinter Bernard Charriere belegte Pfeiffer die Plätze elf und zehn in der Division 1.

In den nächsten Wochen geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Zuerst geht es vom 4.-6. Juli an den Red Bull Ring, wo die AvD Sports Car Challenge im Rahmen der Truck EM vor großem Publikum gastieren wird. Schon vom 25.-26. Juli geht es mit dem nächste Lauf weiter. Dann ist die SCC wieder auf dem Hockenheimring zu Gast.

27
MAI
2014

Torsten Rüffer holt Doppelsieg in Oschersleben

Posted By :
Comments : 0

Comeback nach Maß

oschersleben_2014_headerEs war ein Comeback nach Maß. Torsten Rüffer (Norma M20F Nissan) war beim zweiten Lauf der AvD Sports Car Challenge in Oschersleben ganz klar die Nummer eins. Der Doppelsieger verwies in beiden Rennen Karl Heinz Matzinger (PRC WPR60 Turbo) auf die zweite Position. Als Dritte kamen Jacques Breitenmoser (PRC WPR60 Turbo) und Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) jeweils einmal aufs Stockerl.

Nach den unglücklichen Tests in Hockenheim hatte Torsten Rüffer eigentlich die Schnauze voll. Kurz vor Oschersleben war die Stimmung am Tiefpunkt. Doch nach den ersten Runden hellten sich die Mienen wieder auf. Schon im freien Training knallte der Norma-Pilot eine Zeit in den Asphalt, die keiner der Konkurrenten mitgehen konnte. Auch in den beiden Qualifyings bestätigte sich der Trend, wobei Rüffer im ersten Zeittraining mit einer 1.24,051 einen neuen Sportwagenrekord in Oschersleben aufstellte. So ganz traute der 2011er Meister dem Braten aber nicht. Immer wieder hatte ihm die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diesmal zickte der Norma allerdings nicht. Im Grunde musste Torsten Rüffer nur die heikle Startphase überstehen. Den Angriff von Siegmar Pfeifer über die Außenbahn blockte Rüffer erfolgreich ab. Damit war der Weg zum souveränen Start- und Zielsieg frei. Mit 13,8 Sekunden Abstand auf den zweitplatzierten PRC von Karl Heinz Matzinger sah Rüffer das schwarz-weiß karierte Tuch.

Beim Start zum zweiten Heat hatte allerdings Siegmar Pfeifer die Nase vorne. Somit musste Rüffer zunächst in die Rolle des Verfolgers schlüpfen und den Norma BMW vor sich hertreiben. Drei Runden hielt sich Pfeifer an der Spitze. Dann traten plötzlich Schaltprobleme auf, wodurch sowohl Rüffer als auch weniger später Matzinger und Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) vorbeigingen. Torsten Rüffer setzte sich nach dem Überholvorgang schnell ab und feierte nach 18 Runden den zweiten Sieg an diesem Wochenende. „Ich hatte zunächst die Führung verloren. Siggi Pfeiffer hatte einen Bombenstart hingelegt und sehr spät gebremst. Als Pfeifer Probleme bekam, ging ich vorbei. Ich habe dann gesehen, dass es im Rückspiegel immer leerer wurde und das Rennen sicher nach Hause gebracht“, berichtete der Doppelsieger. Damit meldete sich Torsten Rüffer eindrucksvoll zurück. „Besser kann es eigentlich nicht sein. Ich hatte zuvor zwei Rollouts in Hockenheim und da lief gar nichts. Das ist heute einfach nur geil, da wir mit dem Auto in der Vergangenheit nur Probleme hatten“.

Ex-Champion Matzinger mit guter Leistung

matzinger_oschersleben_2014Vielleicht nicht ganz so eindrucksvoll, aber nicht minder erfolgreich präsentierte sich in der Magdeburger Börde ein weiterer Ex-Champion. Karl-Heinz Matzinger ließ seinem zweiten Platz beim Saisonauftakt in Brünn noch zwei weitere folgen. Nicht jeder hatte vor der Saison damit gerechnet, dass sich Matzinger nach der langen Rennpause gleich so schnell auf das neue Arbeitsgerät einschießt. Noch gäbe es das eine oder andere Abstimmungsproblem, wie Matzinger zugab, doch ansonsten lief es in Oschersleben wie am Schnürchen. Im Qualifying musste sich der PRC-Pilot zwar hinter dem schnellen Siegmar Pfeifer anstellen. Als sich dieser in beiden Rennen aus der Führungsgruppe verabschiedete, war Matzinger der zweite Rang nicht mehr zu nehmen. „Ich konnte im Rennen drei bis vier Runden mithalten. Dann ging das nicht mehr, um am Norma weiter dranzubleiben. Wir müsse das Auto jetzt bis Hockenheim weiter abstimmen“, gab Matzinger die Marschrichtung für den nächsten Lauf in Hockenheim vor. Siegmar Pfeifer konnte sich dagegen mit dem dritten Gesamtrang im zweiten Heat wenigstens ein wenig über das ansonsten eher glücklos verlaufene Wochenende hinwegtrösten. Womöglich wäre weitaus mehr drin gewesen, denn Pfeifer zeigte gleich beim ersten Renneinsatz des Norma M20FC mit BMW V8-Triebwerk, dass der Wagen großes Potential hat. „Das Wochenende war überwiegend positiv, keine Frage. Im ersten Rennen hatte ich an der dritten Stelle liegend einen Dreher provoziert, das war Dusseligkeit. Den Fehler, dass er dann nicht angesprungen ist, haben wir gefunden. Das passiert uns nicht wieder. Im zweiten Rennen lief es die ersten zwei Runden einfach toll. Beim Start hat alles wunderbar funktioniert. Dann zwei Runden später am Ende von Start und Ziel bekam ich Schaltprobleme. Das Paddle war ausgefallen, dann musste ich umsteigen auf Hand. Da verlierst du aber den Faden“, so Pfeifer.

Trotz eines dritten Podestrangs war Jacques Breitenmoser mit dem Verlauf des Wochenendes nicht so recht zufrieden. Im ersten Rennen lag der Eidgenosse bis zur fünften Runde auf Platz fünf. Dann verabschiedete sich Pfeifer, weniger später wurde auch Andreas Fiedler immer langsamer. Dankbarer Dritter war Jacques Breitenmoser, der in einem knappen Finish den dritten Rang vor Georg Hallau (PRC WPR60 BMW) ins Ziel brachte. Im zweiten Rennen hetzte Breitenmoser als Fünfter dem Viererzug um Spitzenreiter Pfeifer hinterher. In der siebten Runde leistete sich der PRC-Pilot einen Dreher, der ihn auf die siebte Gesamtposition hinter Georg Hallau und Division 2 Siegerin Anja Jouhsen zurückwarf. „Der vierte Platz wäre möglich gewesen, aber so ist das eben im Motorsport“, kommentierte Jacques Breitenmoser sein Ergebnis.

Flavio Mathys und Anja Jouhsen siegen in der Division 2

team_wolff_oschersleben_2014der Division 2 war diesmal irgendwie der Wurm drin. Schon nach dem Zeittraining verabschiedeten sich Simon Stoller (Wolf GB08 Honda) und Dr. Norbert Groer (Ligier JS51 Honda). Auch beim letztjährigen Meister Gerhard Münch (Norma M20 Honda) lief das Wochenende mit zwei dritten Plätzen nicht nach Wunsch. Flavio Mathys (Wolf GB08 Honda) bestätigte dagegen seine gute Form vom Saisonauftakt. Im ersten Rennen entschied der Schweizer die Division 2 ganz klar für sich. Im zweiten Heat konnte Mathys das Rennen erst gar nicht aufnehmen. Mit einigen Runden Rückstand hetzte der Wolf-Pilot aus der Boxengasse dem Feld hinterher. „Leider lief das Auto am Anfang nicht. Irgendwas ist steckengeblieben. Ich konnte dann aber doch noch fahren und Punkte holen. Das ist momentan die Hauptsache. Gestern beim ersten Rennen ist es super gelaufen. Das Auto lief gut und ich war sehr zufrieden“, so Mathys.

jouhsen_oschersleben_2014Davon profitierte Anja Jouhsen, die im Tatuus FY012 Honda zum Sieg in der Division 2 fuhr. Schon im Durchgang davor war es mit Platz zwei richtig gut gelaufen. „Ich bin heute einfach nur glücklich mit dem Sieg in der Division 2. Ich fühlte mich gut, das Auto war gut und es hat alles gepasst. Es ist schön ganz auf dem Treppchen als Divisionssieger zu stehen“, freute sich Jouhsen über das Abschneiden.

Enttäuschung bei Andreas Fiedler

Beim Saisonstart war Andreas Fiedler noch der alles überragende Mann. In Oschersleben erlebte Fiedler dagegen ein Wochenende zum Vergessen. Im zweiten Rennen reichte es immerhin noch zum vierten Platz, während sich Fiedler in Durchgang eins noch über die Ziellinie schleppte und so wenigstens ein paar Zähler mitnahm. „Schon in Brünn haben wir gemerkt, dass etwas mit dem Auto nicht stimmt. Wir haben dann festgestellt, dass sich das Push-Rod gelockert hat und da stimmte dann die ganze Performance vom Auto nicht. Am Schluss habe ich dann noch an dritter Stelle liegend einen Dreher gemacht. Ich habe dann nochmals gepusht, aber es war nicht mehr drin als der vierte Platz. Einfach nur dumm gelaufen. Es war ein Wochenende, wo man lieber zu Hause geblieben wäre“, fand Fiedler. Später entdeckte man auch, was der Grund für den Dreher war. Ein schleichender Plattfuß hatte dafür gesorgt, dass „mich das Heck verlassen hat“. Ähnlich ging es wohl auch Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW), der mit seinem neuen Einsatzgerät noch nicht so richtig warm geworden ist. Ebenfalls früh Schluss war für Peter Kormann, der seinen PRC WPR60 Honda Kompressor bereits nach der ersten Runde abstellen musste. Rund lief dagegen alles bei Bernard Charriere (PRC SC97 BMW), der in beiden Rennen in die Punkte fuhr.

Nach einer kurzen Pause geht es für die AvD Sports Car Challenge vom 13. bis 14. Juni weiter. Dann steht auf dem Hockenheimring der dritte Saisonlauf vor der Tür.

30
APR
2014

Sports Car Challenge in Brünn – Fiedler gewinnt Saisonauftakt

Posted By :
Comments : 0

Besser hätte der Saisonstart für Andreas Fiedler nicht laufen können. Beim ersten Rennen der Sports Car Challenge im tschechischen Brünn staubte der PRC-Pilot einen lupenreinen Doppelsieg vor Jacques Breitenmoser (beide PRC WPR60 Turbo) ab. Einen starken Eindruck hinterließ Flavio Mathys, der im Wolf GB08 Honda nur knapp das Treppchen verpasste, dafür aber einmal die Division 2 gewann.

header_bruenn_2014Für Andreas Fiedler hatte das Rennwochenende eigentlich überhaupt nicht gut begonnen. Am Freitag leistete er sich noch wegen einer gebrochenen Schraube am Achsträger einen heiklen Abflug. „Gott sei Dank bin ich gerade so nicht eingeschlagen. Wir mussten aber eine Spätschicht einlegen, da doch ziemlich viel zu reparieren war“, wie Fiedler zu Protokoll gab. Im Qualfying lief es am folgenden Tag dagegen richtig rund und Fiedler stellte den PRC jeweils einmal vor Flavio Mathys bzw. Simon Stoller (beide Wolf GB08 Honda) auf Pole. Auch in den beiden Rennen ließ Fiedler keine Zweifel aufkommen, wer hier Herr im Hause ist. Gleich vom Start weg preschte der grüne PRC dem Feld davon. Am Ende des Tages standen zwei souveräne Start- und Zielsiege zu Buche. „Die Rennen waren für alle schwierig, da die Strecke keinen Grip hatte. Ich hatte dann in beiden Rennen gleich am Anfang die Nase vorne und ein gutes Polster herausgefahren. So konnte ich ohne ein großes Risiko einzugehen die Rennen nach Hause fahren“, zeigte sich der letztjährige Division 1 Sieger zufrieden. Man müsse gleich von Anfang jeden Punkt mitnehmen, denn es kämen auch Strecken auf denen es härter werden wird, kündigte Fiedler an.

breitenmoser_bruennDer zweite Rang ging in beiden Rennen an Jacques Breitenmoser, der damit seine guten Leistungen aus der Vorsaison bestätigen konnte. Allerdings hatte der Eidgenosse mit Rückkehrer Karl-Heinz Matzinger (PRC WPR60 Turbo) sowie den jungen Stoller und Mathys starke Konkurrenten beim Kampf ums Treppchen. Die zwei schnellen Schweizer überraschten im Training mit starken Rundenzeiten, so dass die Division 1 Boliden zunächst das Nachsehen hatten. Beim Start spielten die großen Fahrzeuge dann allerdings ihre Leistungsplus eiskalt aus. Zunächst kämpften Breitenmoser und Matzinger, der durch den fehlenden vierten Gang gehandicapt war, um Rang zwei. Als Mathys wieder aufschließen konnte, nutzte Breitenmoser dies aus und setzte sich etwas ab. Am Ende behielt Breitenmoser mit Rund 1,3 Sekunden Vorsprung auf Matzinger und den stark fahrenden Mathys die Oberhand. Im zweiten Rennen musste Matzinger auf den Start verzichten. Breitenmoser blieb zunächst an Fiedler dran, konnte den Führenden aber nicht halten. Gegen Rennende wurde der PRC-Pilot von Mathys indes immer stärker unter Druck gesetzt. Kurz vor Schluss ging der Wolf vorbei. Als Breitenmoser zum Konter ansetzte, berührten sich die Sportprototypen. Während Mathys mit einem Platten aufgeben musste, rettete Breitenmoser seinen zweiten Platz vor Siegmar Pfeifer (PRC S4 BMW) noch ins Ziel. „Andreas Fiedler war insgesamt sehr dominant. Meine Starts waren grundsätzlich gut und ich konnte gleich an den beiden Wolf vorbei. Insgesamt bin ich natürlich zufrieden, auch die Veranstaltung war sehr gut. Nur die Piste war am Sonntag nicht so gut, daher waren wir alle langsamer unterwegs“, so Breitenmoser.grier_bruenn_2014

Nicht nur um die Treppchenplatzierungen wurde heiß gekämpft, auch im Mittelfeld ging es ordentlich zur Sache. Nur um Haaresbreite hielt im ersten Durchgang Siegmar Pfeifer den PRC WPR60 BMW von Georg Hallau hinter sich, was Pfeifer den vierten Platz in der Division 1 einbrachte. Im zweiten Rennen ging es zwischen diesen beiden Piloten sowie Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) nach dem Ausfall von Mathys sogar unterwartet um den letzten Platz auf dem Stockerl. Knapp setzte sich Pfeifer gegenüber Hallau und Turi Breitenmoser durch.

mathys_bruenn_2014In der Division 2 dominierten die starken Wolf-Piloten. Während hier Flavio Mathys auf einem starken vierten Gesamtrang den Sieg herausfuhr, musste Teamkollege Simon Stoller seinen Wolf bereits in der Einführungsrunde wegen Motorproblemen abstellen. Diese waren auch im zweiten Rennen nicht zu beheben, so dass das Aus bereits nach dem zweiten Umlauf kam. Teamkollege Flavio Mathys war ebenfalls kein Glück beschert, als er kurz vor Schluss beim engen Duell mit Jacques Breitenmoser von diesem unglücklich getroffen wurde. Dadurch schnappte sich Dr. Norbert Groer im Ligier JS51 Honda den Sieg. Dritte wurde genau wie im ersten Rennen Anja Jouhsen im Tatuus PY012 Honda.

Im Großen und Ganzen zeigte sich Walter Pedrazza mit dem Saisonauftakt in Brünn zufrieden. „Die Chancengleichheit zwischen dem Turbo und den BMW Motoren war enorm groß. Das könnte nicht besser sein. Außerdem waren die Rennen irre spannend“, äußerte sich Walter Pedrazza zur sportlichen Seite. Erstmals trat die Sports Car Challenge außerdem bei einer Veranstaltung des Histo Cup Austria an. Auch hier war Pedrazza zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit Michael Steffny war sehr angenehm und ich denke, dass wir das in Zukunft durchaus öfters machen werden“.

Als nächstes geht es für die Piloten der Sports Car Challenge nach Oschersleben, wo vom 23.-25. Mai der zweite Lauf auf dem Programm steht.