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Rennberichte Saison 2015

29
SEP
2015

Plentz und Boyd fahren zum Titel in der AvD SCC

Doppelsieg fürFabian Plentz beim Finale_K3K0731

Der ganz große Krimi blieb beim Finale der AvD Sports Car Challenge auf dem Red Bull Ring aus. Am Ende war es sowohl für Fabian Plentz (Norma M20FC BMW) als auch für Jay Boyd (Norma M20FC Honda) eine klare Angelegenheit. Das lag vor allem daran, dass die engsten Konkurrenten von technischen Problemen gebeutelt waren.IMG_7789

Da in der AvD Sports Car Challenge nicht nur Punkte für das Rennergebnis, sondern auch für die schnellste Rennrunde bzw. Trainingszeit vergeben werden, war es für Plentz als auch Fiedler besonders ärgerlich. Beiden Piloten wurde die schnellste Trainingszeit aberkannt, da diese unter Gelb erzielt wurde. plentzSomit blieb zunächst alles beim Alten, ehe sich Plentz im zweiten Durchgang die Bestzeit sicherte und den Vorsprung auf Fiedler minimal ausbaute. Damit war klar, dass Fiedler vor Plentz landen musste, um seinen Titel zu verteidigen. Die Streckenbedingungen stellte alle Piloten vor die kniffelige Herausforderung: Slicks oder Regenreifen? Plentz entschied sich für die profillosen Pneus und lag damit goldrichtig. Gleich in der Anfangsphase legte der Norma-Pilot den Grundstein für den Sieg und hatte schnell ein Zeitpolster auf den Zweitplatzierten Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) herausgefahren. Der kam zwar noch einmal auf 2,9 Sekunden heran, doch am Sieg von Plentz gab es nichts zu rütteln. „Das erste Rennen war ein Poker. Ich habe mich für Slicks entschieden, da ich gesehen habe, dass Siggi in letzter Sekunde noch umbaute. Es war ein Risiko, auch in Anbetracht der Meisterschaftsentscheidung, aber es war doch die richtige Wahl. Ich wusste, wenn ich mich vom Feld lösen kann, dass ich das Rennen kontrollieren konnte“, berichtete Plentz. Meisterschaftskonkurrent Andreas Fiedler wurde indes immer langsamer. Der PRC-Pilot wurde zwar noch als Siebter der Division 1 gewertet, die Titelhoffnungen musste Fiedler allerdings begraben. „Der Keilriemen von der Lichtmaschine ging runter, wodurch die Elektrik ausgefallen ist. Das haben wir nicht in den Griff bekommen“, so Fiedler enttäuscht. Der Vorjahresmeister haderte auch etwas mit der Beschränkung des Turbo-Motors seitens des Reglements. „Wir sind gegenüber den BMW-Motoren einfach benachteiligt. Verbesserungen dürfen wir nicht machen. Dass wir zweimal ausgefallen sind, steht auf einem anderen Blatt. Das kann halt passieren.“, ärgerte sich der neue Vizemeister.

Den zweiten_K3K1698 Durchgang entschied Fabian Plentz erneut souverän für sich, während dahinter Siegmar Pfeifer das Ziel als Gesamtzweiter sah. Pfeifer, der wegen eines Treppensturzes pausieren musste, wäre somit in der Meisterschaft fast noch an Fiedler vorbeigezogen. Am Ende fehlten nur 2,5 Punkte. „Es war alles offen und ich bin ehrlich gesagt mit gar keinen Erwartungen in diese beiden letzten Rennen hineingegangen. Die Zielsetzung war Vollgas zu geben, entweder es klappt oder es klappt nicht. Aber es hat zweimal geklappt, waren aber durch den Ausfall von Andreas im Vorteil. Es war natürlich schade für ihn, wir hätten es gerne auf der Rennstrecke ausgemacht“, befand Fabian Plentz.

Seibold und Breitenmoser fahren aufs Treppchen

Umkämpft war jeweils in beiden Rennen der dritte Platz auf dem Stockerl. Im ersten Rennen setzte sich Alexander Seibold Seibold(PRC SC98 BMW) gegenüber der auf Regenreifen gestarteten Konkurrenz durch. Der Schwabe sicherte sich damit zudem den Titel in der erstmals ausgeschriebenen Classic Wertung der AvD Sports Car Challenge. Knapp dahinter landete „Tommy Tulpe“ im erstmals in der SCC eingesetzten Audi R8 LMS ultra. Der zweite Durchgang schien zunächst für Peter Kormann hervorragend zu laufen. Mit seinem PRC WPR60 Turbo lag Kormann souverän auf Podestkurs, als in der letzten Runde der Sprit ausging. Damit erbte Jacques Breitenmoser (PRC WPR65 BMW) die dritte Gesamtposition. Dahinter lieferten sich Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) und Alexander Seibold einen harten Zweikampf um Rang vier, den der Eidgenosse am Ende mit nur 0,4 Sekunden Abstand für sich entschied.

Jay Boyd holt Division 2 Titel

Den Titel in der Division 2 schnappte sich beim Finale Jay Boyd im Norma M20FC Honda. Als Tabellenführer war Simon Stoller (PRC FPR9 Honda) an den Red Bull Ring gereist, wobei der Schweizer seine Ambitionen auf den Meistertitel mit zwei Trainingsbestzeiten untermauerte. Im Rennen schien ebenfalls alles nach Plan zu laufen. Bis zur fünften Runde lag der auf Regenreifen gestartete PRC Honda klar in Front. Doch dann fiel die auf Slicks gestartete Konkurrenz über den Meisterschaftsführenden her. Dennoch war noch nichts verloren. Zum allem Überfluss sprang das Wasserpumpenrad herunter, so dass das frühzeitige Aus kam. „Das Wasserpumpenrad ging runter, somit keine Kühlung mehr, kein Strom mehr, weil davon die Lichtmaschine betroffen ist. Das war dann das Aus. Das kann man in der Zeit nicht reparieren. Zehn Jahre bauen wir das so und hatten noch nie so einen Schaden. Jetzt beim letzten Rennen passiert das, schade, weil Simon schon gestern sehr gut unterwegs war. Er ist super Zeiten gefahren“, so Teamchef Emanuel Pedrazza. Damit hatte Jay Boyd leichtes Spiel.

Mit dem fiedlerSieg in der Division 2 war ihm der Titel nicht mehr zunehmen. Das zweite Rennen überließ Boyd seiner Teamkollegin Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda). „Es war bis zum Schluss eine sehr spannende Angelegenheit und wir waren ja nur 0,5 Punkte auseinander. Von daher hat jedes Rennen, jede Platzierung jede schnellste Runde und jede Poleposition dieses Wochenende gezählt. Zu meinen Gunsten hat sich der Start auf Slicks im ersten Rennen ausgezahlt, da ich annahm, dass die Strecke doch schnell abtrocknet. So war es dann auch, wodurch Simon Stoller keine Chance mehr hatte sich zu wehren. Schade eigentlich, denn ich hätte es schon gerne auf der Strecke entschieden. Im zweiten Rennen konnte er dann nicht mehr antreten, wodurch alles entschieden war. Ich habe meiner Teamkollegin den Sieg im zweiten Rennen überlassen, die in dieser Saison schon so viel Pech gehabt hat“, freute sich Boyd über den Titelgewinn.

 

08
SEP
2015

AvD Sports Car Challenge zu Gast am Salzburgring

Siegmar Pfeifer und Andreas Fiedler siegreich

Beim sechsten Meisterschaftslauf der AvD Sports Car Challenge auf der Highspeed Strecke des Salzburgrings im Rahmen des Bosch Race Salzburg – Histo Cup Austria holten Siegmar Pfeifer (Norma BMW) und Andreas Fiedler (PRC) den Gesamtsieg. Die Siege in der Division 2 gingen an Jay Boyd ((Norma Honda) und Simon Stoller (PRC Honda). Die Wertung bei den historischen Fahrzeugen gewannen Alexander Seibold (PRC BMW) und Happy Behler (Radical).

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Der Wettergott hatte es am Samstag wahrlich nicht gut mit den Piloten der AvD Sports Car Challenge gemeint. Heftige Regenfälle erschwerten das erste Qualifying. Am besten zurecht kam Siegmar Pfeifer, der in der neunten Runde eine Wahnsinnszeit hinknallte. Mit 4,6 Sekunden distanzierte der Norma Pilot das übrige Feld. „Es lief einfach, aber es war schon am Rande des Verrücktseins“, fasste Pfeifer die Situation zusammen. Turbulent ging es auch im ersten Rennen bis zum Abbruch nach etwas mehr als10 Minuten zu. Nach zwei Safety Car Runden wurde das Feld auf die Reise geschickt. Wiederum kam Pfeifer bestens zurecht und behauptete nach dem Start sofort seine Führungsposition, die er bis zum Abbruch des Rennens nach sieben Runden nicht mehr hergab. „Beim Rennen hat dann auch alles gepasst, obwohl am Schluss die Reifen doch ziemlich nachließen“, bilanzierte der Norma Pilot seinen Erfolg.seibold_salzburgring_2015

Hinter Pfeifer entwickelte sich ein abwechslungsreicher Kampf um die weiteren Podestplätze, die ohne Mitfavorit Andreas Fiedler stattfanden. Eine abgerissene Antriebswelle in der Einführungsrunde hatte den PRC Piloten außer Gefecht gesetzt. „Schade, denn das Auto hatte im Nassen auch eine gute Performance und ich hätte mir schon etwas ausgerechnet“, haderte Fiedler mit seinem Pech.

Als der auf Platz liegende Fabian Plentz (PRC BMW) zurückfiel, eroberte Tommy Tulpe (Norma BMW) die zweite Position vor Roman Hoffmann (PRC-Audi Turbo) und Peter Kormann (PRC Turbo). Hoffmann verdrängte in der dritten Runde Tommy Tulpe auf Platz drei, fiel aber drei Runden später auf Platz zwei liegend aus. Somit festigte Tulpe seinen zweiten Podestplatz vor Peter Kormann, der nach langer Pechsträne endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen konnte. „Es waren schon viele draußen, weshalb wohl auch der Rennabbruch kam. Ich bin dann auch mit gebrochener Welle ausgerollt, aber durch die 75 Prozentregel in der Wertung. Am Schluss war es noch Platz drei und Gesamtpodest und seit langem mal wieder etwas Positives“, freute sich Peter Kormann über seinen dritten Gesamtplatz. Fabian Plentz wurde als Vierter gewertet vor Alexander Seibold, der damit die Sonderwertung gewann. Roman Hoffmann, Wilhelm Philipp (Osella BMW) und Roland Rupprechter (Norma Honda) belegten die weiteren Plätze in der Division 1.

In der Division 2 hatte zunächst Justin Kunz die Führung inne, ehe nach zwei Runden für den Wolf Piloten Schluss war. Jay Boyd (Norma Honda) fiel die Führungsrolle zu, die er bis zum Rennabbruch vor Simon Stoller (PRC Honda) behauptete. Happy Behler (Radical) belegte am Ende Rang drei vor Alexander Frank (PRC Opel) und Evi Eizenhammer (Norma Honda).

Andreas Fiedler gewinnt Rennen 2

Im zweiten Rennen musste Polesetter Pfeifer bereits in der ersten Runde seine Führungsposition an Fabian Plentz abgeben. Dahinter machte Andreas Fiedler mächtig Druck, dem sich Pfeifer in der vierten Runde beugen musste. An der Spitze kämpften Plentz und Fiedler heftig um die Führung. Hinter den beiden fiel Siegmar Pfeifer weiter zurück, konnte aber seine dritte Position behaupten. In der sechsten Runde kam Plentz vor der Schikane nach Start und Ziel etwas zu weit nach außen. Dies nutzte Fiedler sofort aus und quetsche sich in er ersten Rechtskurve innen vorbei. Der PRC Pilot konnte sich anschließend etwas absetzen und mit sicherem Vorsprung seinen Sieg nach Hause bringen. „Wir hatten nochmals das Fahrwerk abgestimmt. Das Auto liegt jetzt phantastisch. Vor der ersten Schikane wollte Fabian etwas zu machen, aber ich habe eine Lücke gesehen und konnte rechts vorbei. Die Überrundungen waren dann nochmals ein bisschen kritisch. Ich habe dann gesehen, dass der Abstand klarer wurde und das Rennen dann doch sicher nach Hause gebracht“ freute sich der Sieger.

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Bis zur drittletzten Runde behauptete Pfeifer seinen dritten Podestplatz, ehe technische Probleme das Aus bedeutete. „Die beiden anderen waren einfach schneller und ich musste sie ziehen lassen. Es ging einfach nicht. Probleme mit der Benzinversorgung brachten dann noch das Aus kurz vor Schluss“, so Siegmar Pfeifer. Nutznießer war Tommy Tulpe, der sich nach einem Dreher in der Einführungsrunde von ganz hinten nach vorne gearbeitet hatte, wobei Alexander Seibold in der elften Runde das Feld kampflos räumen musste. „Der dritte Platz ist eher weniger meine Leistung, sondern durch den Ausfall anderer Fahrzeuge begünstigt. Ich wäre sonst nicht mehr herangekommen. Der Dreh

er am Anfang war meine Schuld, die Reifen waren noch zu kalt. Aber mit Platz zwei gestern und jetzt Platz drei, kann ich mit dem Wochenende doch recht zufrieden sein“, so der HCB Pilot.

PRC Fahrer Simon Stoller siegt in der Division 2

Spannend ging es auch in der Division 2 zu. Hier hatte Jay Boyd zunächst die Nase vorne. Simon Stoller saß ihm jedoch im Nacken und machte Druck auf den Führenden. In Runde zwölf ging der junge Schweizer vorbei und übernahm die Führung. Am Ende wurde es zwar nochmals spannend, aber Stoller brachte die Führung ins Ziel. „Ich war zum ersten Mal hier auf dieser Strecke und bin jetzt natürlich sehr zufrieden. Es war ein anspruchsvolles Rennen mit einem schönen Zweikampf mit Jay Boyd, der immer Druck gemacht hat. Er war ein sehr starker und fairer Gegner. Das ganze Team hat an dem Wochenende eine tolle Arbeit gemacht“, freute sich der junge PRC Pilot.sieger_klassik-wertung_salzburgring_2015

Dritter wurde erneut Happy Behler, der damit die Klassikwertung vor Wilhelm Philipp (Osella BMW) und Alexander Frank (PRC Opel) gewann. „Es war ein erfolgreiches Wochenende für mich. Das erste Rennen im Regen war für mich besser, da hier die Leistungsunterschiede nicht so zum Tragen kommen. Im zweiten Rennen konnte ich nur auf Ankommen fahren und habe jetzt von den Ausfällen profitiert“, zog Behler ein positives Fazit. Pech für den Vortagesdritten Peter Kormann, der nach fünf Runden , ebenso wie Evi Eizenhammer, das Fahrzeug abstellen musste.

18
AUG
2015

Fünfter Meisterschaftslauf der AvD Sports Car Challenge in Most

Gesamtsiege für Plentz und Fiedler

Beim fünften Rennwochenende der AvD Sports Car Challenge gingen die Gesamtsiege an Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) und Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo). Dabei setzte sich Plentz im ersten Durchgang im Autodrom Most knapp gegen den Vorjahresmeister durch. IMost_Sieger_Rennen1n der Division 2 teilten sich Justin Kunz (Wolf GB08 Honda) und Jay Boyd (Norma M20FC Honda) die Siege.

Mit viel Selbstvertrauen war Fabian Plentz nach Most gereist. Vier Rennen, vier Siege hieß die starke Bilanz im Monat Juli. Dadurch hatte Plentz die Führung in der Meisterschaft übernommen und Andreas Fiedler auf die zweite Position verdrängt. In Tschechien setzte sich die Dominanz zunächst fort. Sowohl im ersten als auch im zweiten Qualifying schnappte sich Plentz die Pole vor Andreas Fiedler. Im ersten Durchgang war es dann auch Andreas Fiedler, der sich als engster und einziger Konkurrent beim Kampf um den Sieg präsentierte. Beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuches trennten die beiden PRC-Piloten nur 0,382 Sekunden. Das versprach für das zweite Rennen einen ähnlich spannenden Verlauf. Most_Groer_Eizenhammer_2015Diesmal brachte Plentz gleich zu Beginn etwas Abstand zwischen sich und Fiedler. Doch in der vierten Runde rollte der PRC BMW plötzlich an die Box. Damit war der Weg zum ungefährdeten Sieg von Andreas Fiedler frei. Über eine Minute Vorsprung hatte Fiedler am Ende auf Rang zwei.

Gesamtplatz drei umkämpft

Während Plentz und Fiedler in einer eigenen Liga fuhren, ging es dahinter eng zu. Im ersten Heat war es Georg Hallau (PRC WPR60 BMW), der sich die dritte Position sicherte. Der Berliner setzte sich dabei äußerst knapp gegenüber den Division 2 Piloten Justin Kunz (Wolf GB08 Honda) und Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda) durch. Weniger gut lief für Hallau dagegen das zweite Rennen, wo das Aus bereits nach vier Umläufen kam.Most_Hallau_2015

Überzeugender Auftritt der Division 2

Gerade die Division 2 überzeugte bei ihrem Auftritt in Most. Justin Kunz bot nach seinem überzeugenden, aber wenig glücklichen Debüt mit dem Wolf GB08 Honda in Hockenheim eine starke Leistung. Knapp vor Evi Eizenhammer schnappte sich der junge Eidgenosse den Sieg. Rang drei holte sich Jay Boyd (Norma M20FC Honda). Boyd drehte im zweiten Heat den Spieß um und verwies Justin Kunz und Evi Eizenhammer auf die weiteren Plätze. Für Boyd bedeutete der Sieg in der Division 2 zudem den Sprung aufs Gesamttreppchen, wo sich Justin Kunz als Dritter noch dazugesellte.most_simon_stoller_2015

Vom 4.-6. September geht es für die AvD Sports Car Challenge erstmals nach langer Zeit wieder an den Salzburgring, ehe vom 25.-27. September das Finale auf dem Red Bull Ring ansteht.

Fotos in diesem Bericht: Copyright Rolf Schindler

28
JUL
2015

Zweites Rennwochenende in Hockenheim 2015 – Sven Barth überzeugt

Sven Barth überzeugt beim Gaststart in der AvD SCC, Fabian Plentz in Hockenheim erneut vorne

Wie schon Anfang Juli war Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) beim zweiten Auftritt der AvD Sports Car Challenge auf dem Hockenheimring nicht zu schlagen. Der PRC-Pilot verwies Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) bzw. Sven Barth (Tatuus PY012 Honda) auf Platz zwei. Barth überzeugte bei seinem Gaststart mit zwei souveränen Siegen in der Division 2.

An Fabian Plentz führte beim vierten Lauf der AvD Sports Car Challenge kein Weg vorbei. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen war der PRC-Pilot nicht zu schlagen. Zwei lupenreine Start- und Zielsiege untermauerten die starke Leistung vom Wochenende. „Es war natürlich ein perfektes Wochenende. Wir hatten im Qualifying mit fabian_plentz_scc_hockenheim_2015Sven Barth einen Gegner aus der Division 2, der wirklich schnell war. Aber auf die Distanz eines Rennens waren wir dann doch auf Grund der höheren Leistung schneller. Schade, dass Andreas Fiedler im zweiten Rennen ausgefallen ist. Sonst wäre es doch deutlich spannender geworden, da die Strecke durch den Regen nicht mehr so gut wie vorher war. Er war auch schon kurzzeitig an mir vorbei. Durch seinen Ausfall hatte ich dann aber ein relativ einfaches Rennen“, befand Fabian Plentz. Im ersten Heat bot Andreas Fiedler eine starke Leistung und verbesserte seine eigene SCC-Bestzeit gegenüber dem Vorjahr noch einmal. Dennoch reichte es nicht ganz, um an Fabian Plentz heranzukommen. Am Ende fehlten 8,753 Sekunden zum dritten Saiso  nsieg in diesem Jahr. „Mit dem ersten Rennen bin ich schon zufrieden. Der Topspeed hat gepasst“, so Fiedler. Beim zweiten Durchgang übernahm Fiedler nach einem guten Start kurzzeitig die Führung, ehe Plentz wieder vorbeizog. Doch dann begannen die Probleme erst richtig und auch Sven Barth überholte den Titelverteidiger. Kurz darauf kam das vorzeitige Aus. „Ich weiß nicht, wie Fabian es geschafft hat, so schnell wieder vor zu kommen. Gefühlt war ich auf Vollgas. Ich war darauf eingestellt, dass es ein schöner Fight werden könnte. Eingangs Motodrom bemerkte ich, dass irgendwas nicht stimmt und bin rausgefahren. Leider war der Kühlschlauch geplatzt“, berichtete Fiedler.sven_barth_tatuus_scc_2015

Sven Barth mit starker Leistung beim Gaststart

Durch den Ausfall war Sven Barth die zweite Gesamtposition sicher. Schon im ersten Rennen zeigte der GT Masters Pilot bei seinem Gaststart, dass er im Sportwagen nichts verlernt hat und fuhr als Gesamtdritter aufs Treppchen. „Wir wollten einfach mal sehen, was das Auto imstande ist zu leisten. Die Zeiten, die ich gefahren bin, sind ok. Andreas Fiedler hätte ich nicht halten können, auch wenn ich vor gekommen wäre. Die Division 1 Fahrzeuge haben auf den Geraden einfach zu viel Leistung. Im zweiten Rennen konnte ich zwar vor, habe aber gesehen, dass bei Andreas irgendwas nicht stimmte. So hätte ich mich auch mit Platz drei begnügen müssen“, zeigte sich Barth mit seinem Gasteinsatz zufrieden. Den dritten Rang schnappte sich im zweiten Heat so Alexander Seibold im PRC SC97 BMW. Während der ex-SCC Meister von 2001 dabei ohne Gegner war, musste sich Seibold im ersten Rennen seinen vierten Gesamtplatz hart erkämpfen. Wegen einer abgerissenen Getriebewelle musste der Stuttgarter von ganz hinten starten und erst durch das Feld nach vorne fahren. Lange biss sich der PRC-Pilot an Georg Hallau (PRC WPR60 BMW) die Zähne aus. Erst kurz vor Schluss zog Seibold am Berliner vorbei. „Georg Hallau hat auf den Geraden mehr Power, da kann ich ihn nicht überholen. Ich musste schauen, dass ich immer hinter ihm fahren konnte und geduldig warten, ob er einen Fehler macht oder einen Rutscher hat. Er hat sich ja auch tapfer gewehrt. Ich bin ausgesprochen zufrieden. Nach den vielen Problemen war es nun einmal an der Zeit, dass wir zwei Rennen beenden konnten. Es ist ganz prima gelaufen“, freute sich Seibold über das gute Abschneiden.

Platz zwei in der Division 2 eng umkämpft

simon_stoller_scc_2015Ebenfalls zufrieden zeigte sich Simon Stoller, der mit dem neuen PRC FPR9 Honda zweimal den zweiten Rang in der Division 2 belegte. Der Eidgenosse lieferte sich gerade in Durchgang zwei ein interessantes Duell mit Norbert Groer (Ligier JS51 Honda), wobei der Ligier-Pilot zunächst die Nase vorne hatte. Der Österreicher hatte davor ein Wochenende zum Vergesse erwischt. Bereits im freien Training brach der Querlenker, im Quali riss der hintere Radbolzen. Doch im zweiten Quali kam es noch dicker, als ein Motorschaden für eine lange Nachtschicht sorgte. Während im ersten Rennen nichts ging, schien zumindest der zweite Heat eine gewisse Entschädigung zu bringen. Als Stoller vorbeiging, leistete sich Groer zu allem Überfluss noch einen Dreher, wonach sich der Ligier nicht mehr starten ließ. „Leider haben wir dann das Setup vom Steuergerät nicht mehr hinbekommen. Da ist im ersten Rennen dann gar nichts gegangen. Im zweiten Rennen lief es dann bis zu meinem Fehler gut. Ich wurde eingebremst, da konnte Stoller vor. Ich wollte ihn dann wieder zurück überholen, habe dann aber zu viel gewollt“, so Groer. Während beim Team von Groer lange Gesichter angesagt waren, zeigte sich Stoller sichtlich zufrieden. „Im zweiten Rennen hatte ich das Vergnügen mit Norbert Groer zu kämpfen. Er ist ein sehr guter Fahrer. Gegen Schluss versuchte ich vorbei zu kommen. Das gelang mir auch. Er machte dann einen Fehler und da war es entschieden. Ich bin sehr zufrieden“, berichtete Stoller. Rang drei in der Division 2 holte sich im ersten Rennen Jay Boyd (Norma M20FC Honda), während sich Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda) in Durchgang zwei gegenüber Boyd durchsetzen konnte.

Der nächste Lauf findet vom 7.-8. August im tschechischen Most statt, ehe es vom 04.-06. September an den Salzburgring geht. Das Finale findet vom 25.-27.09.auf dem Red Bull Ring statt.

09
JUL
2015

AvD Sports Car Challenge trotzt der Rekordhitze

 Plentz mit starker Leistung_30O6754

An den beiden Gesamtsiegen für Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) kam zu keinem Zeitpunkt nicht der Hauch von Zweifel auf. Souverän fuhr Plentz beim dritten Lauf der AvD Sports Car Challenge in Hockenheim auf die erste Position. Dahinter kämpften Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) und Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) um Rang zwei.

Gegen Fabian Plentz war auf dem Hockenheimring kein Kraut gewachsen. Ganz souverän schnappte sich der PRC-Pilot beide Gesamtsiege. Bei den Extrembedingungen angesichts von Temperaturen um die 40 Grad erwies sich die Kombination Plentz und PRC als unschlagbar. Zumindest im Qualifying hatte die Konkurrenz noch aufhorchen lassen. Siegmar Pfeifer stellte mit einer 1.35,940 einen neuen Rundenrekord für die AvD Sports Car Challenge auf. In den Rennen jedoch konnte Pfeifer diese Zeiten nicht mehr gehen. Bei den hohen Temperaturen ist der Norma BMW mit seiner kleinen Reifengröße gegenüber der Konkurrenz im Nachteil. Somit war für Fabian Plentz der Weg zu den beiden Gesamtsiegen frei, wobei er es sich sogar leisten konnte, auf den letzten Metern richtig Tempo herauszunehmen. „Ich muss ehrlich sagen, heute hat eigentlich mein Auto gewonnen und nicht ich als Fahrer. Wir hatten bei der Hitze ein Superpaket. Am Donnerstag konnte wir noch testen und ein paar gute Sachen herausfinden und am Freitag umsetzen. Den Vorsprung konnte ich schön einteilen und das Rennen kontrolliert nach Hause fahren. Ich hätte es lieber etwas knapper gehabt, denn im Training lagen wir enger beisammen. Wir hatten uns auf ein enges Rennen gefreut. Aber bei der Hitze war ich doch froh auf den Geraden etwas durch zu schnaufen“, fand Fabian Plentz.

Dahinter ging es um die zweite Position spannend zu. Im ersten Rennen lag Pfeifer lange souverän auf Platz zwei, doch Fiedler rückte Runde um Runde näher an den Norma heran. In der zwölften Runde zog Fiedler vorbei und baute sogleich den Vorsprung zu Pfeifer aus. „Wir haben heute mit den Reifen etwas gepokert und auf Distanz gebaut. Die Rechnung ist am Schluss dann doch aufgegangen. Für mich war Platz zwei entscheidend und den habe ich im ersten Rennen geholt. Hockenheim ist eh nicht unser Ding, deshalb bin ich zufrieden mit der Punkteausbeute“, so Fiedler. „Was will man machen. Ab der Hälfte des Rennens habe ich versucht das Rennen einzuteilen und den Vorsprung vor Andreas Fiedler ins Ziel zu bringen. Aber Bremse und Reifen haben immer mehr nachgelassen und ich konnte einfach nicht mehr machen. Am Schluss musste ich Andreas vorbei lassen und konnte ihn nicht mehr halten“, gab Pfeifer zu Protokoll. Im zweiten Rennen drehte Pfeifer den Spieß um und schnappte sich knapp vor Fiedler die zweite Gesamtposition.

Auch auf den weiteren Positionen ging es spannend zu, wobei zunächst Jacques Breitenmoser (PRC WPR65 BMW) und Alexander Seibold (PRC SC97 BMW) um die vierte Gesamtposition kämpften. Der enge Zweikampf war nach sechs Runden jäh zu Ende, als Seibold seinen PRC frühzeitig abstellen musste, nachdem Breitenmoser den 2001er Meister am Vorderrad getroffen hatte. Durchatmen konnte der Eidgenoss

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e aber nicht, denn Peter Kormann kam im PRC WPR60 Turbo gefährlich nahe heran. Am Ende waren es gerade einmal 0,3 Sekunden, welche die beiden Kontrahenten trennten. „Die Fahrweise auf der Strecke war heute nicht ideal, weil ich extremes Untersteuern hatte. Mit Platz vier war das dann noch Schadensbegrenzung. Wir hatten gestern noch das Setup ganz neu eingestellt. Ich hoffe, dass es im zweiten Rennen etwas besser wird“, berichtete Breitenmoser. Im zweiten Heat nahm der PRC-Pilot erneut Kurs auf Platz vier, als ihn ein leichter Brand am Heck frühzeitig stoppte. Dadurch rückte Alexander Seibold eine Position nach vorne. In der letzten Runde schlug jedoch Kormann erneut zu und schnappte sich Platz vier.

In der Division 2 war Dr. Norbert Groer (Ligier JS51 Honda) an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Zwar machte dem Österreicher Mirco Schultis im Wolf GB08 Honda das Leben schwer, doch den Weg vorbei fand der international erfahrene Sportwagen-Pilot nicht. Vor allem das zweite Rennen war eine enge Entscheidung. Knapp über 0,2 Sekunden entschieden hier über den Sieg. Der dritte Platz ging jeweils einmal an Jay Boyd (Norma M20FC Honda) bzw. Simon Stoller (PRC FPR9 Honda).

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„Es ist alles super gelaufen und es gab gar kein Problem. Ich hatte auch gleich einen sehr guten Start. Ich konnte kontinuierlich einen Vorsprung ausbauen. Zum Schluss sind dann die Reifen aber wirklich sehr weich geworden. Gegen Schluss habe ich die Reifen geschont. Ich freue mich natürlich sehr, wenn man Mirko Schultis, der ja fast ein Profi ist, schlagen konnte. Ich bin sehr happy heute“, freute sich Groer.

Bei den historischen Sportprototypen erbte Bernard Charriere (PRC SC97 BMW) durch den Ausfall von Alexander Seibold den Sieg vor Youngster Justin Kunz im ADR3 Suzuki. Das zweite Rennen war dann eine deutliche Angelegenheit für Seibold, der Charreire und Kunz auf die weiteren Plätze verwies.

Vom 24.-25. Juli geht es für AvD Sports Car Challenge zum zweiten Mal in dieser Saison an den Hockenheimring, wo der vierte Meisterschaftslauf ausgetragen wird.

16
JUN
2015

Dr. Norbert Groer dominiert Division 2

Fiedler und Pfeifer erneut vorne

Andreas Fiedler PRC Audi Turbo

Beim zweiten Lauf der AvD Sports Car Challenge im italienischen Misano teilten sich Andreas Fiedler (PRC WPR60 Turbo) und Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW) die Gesamtsiege. Jacques Breitenmoser (PRC WPR65 BMW) gelang als Zweiter der Sprung aufs Treppchen, während Alexander Seibold (PRC SC97 BMW) in Rennen zwei als Dritter aufs Stockerl durfte.

Schon im Qualifying bestimmten Fiedler und Pfeifer das Geschehen, wobei Norma-Pilot Pfeifer mit 1.32,156 während des zweiten Durchgangs die klare Bestzeit setzte. An diese Topzeit kam keiner der Konkurrenten auch nur ansatzweise heran

. Das erste Rennen war dann eine im wahrsten Sinne des Wortes heiße Angelegenheit. Asphalttemperaruten von über 50 Grad stellten eine Belastungsprobe für Mensch und Material dar. Beim Start verteidigte Fiedler seine Pole gegenüber Pfeifer, während sich Jacques Breitenmoser dahinter als Gesamtdritter einreihte. Bremsprobleme ließen den Norma-Piloten zurückfallen, wodurch sich Breitenmoser die zweite Position sichern konnte. Der Eidgenosse kam noch einmal gefährlich nahe an Fiedler heran, dessen Turbo-Motor durch die heißen Temperaturen in seiner

Turi Breitenmoser PRC BMW

Leistungsentfaltung gehandicapt war. Am Ende trennten die beiden PRC-Piloten nur 0,8 Sekunden. „Im ersten Rennen kam ich am Start gut weg und konnte die Pole verteidigen. Erst drückte Siggi heftig, wurde dann aber von Jacques Breitenmoser überholt. Bis zum Schluss war es ein harter Fight und ich konnte um eine Autolänge vorne bleibe“, berichtete Fiedler. Siegmar Pfeifer rettete sich mit dem angeschlagenen Norma noch als Gesamtdritter vor dem eine Runde dahinter liegenden Turi Breitenmoser (PRC WPR60 BMW) über den Zielstrich.

Vor dem Start des zweiten Durchgangs ging ein heftiger Platzregen über Misano nieder. Bei der Reifenwahl war nun Rätselraten angesagt, wobei sich am Ende fast das komplette Feld für Slicks entschied. Diesmal war ein stark auftrumpfender Siegmar Pfeifer nicht zu bremsen.

Jacques Breitenmoser PRC BMW

Ganz souverän fuhr der Norma-Pilot seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs hatte Pfeifer einen Vorsprung von fast einer Minute auf den zweiten Platz herausgefahren.

Dahinter entbrannte zunächst ein Zweikampf zwischen Alexander Seibold und Andreas Fiedler. Erst mit abtrocknender Piste konnte sich Fiedler vor den 2001er Meister der Sports Car Challenge setzen und Platz zwei nach Hause fahren. „Mit der Strecke hatte ja keiner Erfahrungen bei Nässe. Im Nachhinein wären für unser Auto die Regenreifen besser gewesen. Ich konnte zwar am Anfang nach vorne, wurde aber von Seibold und Siggi überholt. Nach mehreren Runden konnte ich mich auf Platz zwei zurück kämpfen. Aber es war ein harter Ritt die Reifen irgendwie zum Arbeiten zu bringen. Ab der Hälfte des Rennens war mir klar, dass Pfeiffer nicht einzuholen war“, gab Fiedler zu Protokoll.

Norbert Groer (Ligier Honda) vor Maurizio Giovannini (Lucchini P3 Alfa)

In der Division 2 führte kein Weg an Dr. Norbert Groer im Ligier JS51 Honda vorbei, nachdem Simon Stoller (PRC FPR9 Honda) bereits nach dem freien Training mit Motorschaden aufgeben musste. Zweimal Rang zwei ging an Justin Kunz (ADR3 Honda), der Alexander Frank im PRC Opel hinter sich ließ. Bei der Sonderwertung der Historischen SCC Boliden gingen die Siege an Seibold und Bernard Charriere im PRC SC97 BMW.

Insgesamt zeigte sich Walter Pedrazza mit der Veranstaltung zufrieden. „Die Organisation der Peroni Group war wirklich vorbildlich. Auch die Strecke war in Ordnung“, so Pedrazza. Der Serienorganisator hat vor dem nächsten Lauf in Hockenheim noch ein besonderes Angebot. Wer zum ersten Mal in die Sports Car Challenge kommt und bis zum 26. Juni seine Nennung abgibt, kann sich die Clubeinschreibung sparen. Somit kostet der Gaststart beim Rennwochenende vom 3.-4. Juli in Hockenheim lediglich 900 Euro.
Fotos: Peter Tomschi

15
JUN
2015

Zweiter Lauf der AvD Sports Car Challenge in Misano

Fiedler und Pfeifer stehen auf Pole

Vorjahresmeister Andreas Fiedler (PRC Audi Turbo) und Siegmar Pfeifer (Norma BMW) stehen beim zweiten Saisonlauf im italienischen Misano auf Pole. Mit 1.33,751 erzielte der PRC Pilot im ersten Qualifying die Bestzeit. Siegmar Pfeifer konterte im zweiten Quali und setzte sich mit 1.32,156 mit drei Sekunden Vorsprung an die Spitze.misano_qualifying_2015_SCC

Fiedler in Quali 1 vorne

Es kam zum erwarteten Duell zwischen Andreas Fiedler und Siegmar Pfeifer. Zunächst hatte Andreas Fiedler am Samstagmorgen beim ersten Qualifying mit knappen o,387 Sekunden die Nase vorn und verwies Siegmar Pfeifer auf den zweiten Rang. Lediglich der Schweizer Jacques Breitenmoser (PRC BMW) konnte mit einer Zeit von 1.34,546an die beiden heranfahren. Alexander Seibold (PRC BMW) musste sich als vierter mit 4,7 Sekunden Rückstand geschlagen geben, war damit aber bester Pilot der Klassik Wertung.

Der für PRC Austria startende Turi Breitenmoser (PRC BMW) landete auf Rang fünf vor Bernard Charriere. Als bester Österreicher kam Norbert Groer auf Position sieben und ließ damit den Italiener Maurizio Giovannini (Lucchini P3 Alfa), Justin Kunz (ARD3 Honda) und Alexander Frank (PRC Opel) hinter sich. Im zweiten Qualifying konterte dann Siegmar Pfeifer und brannte eine 1.32,156 in den Asphalt. Damit war er über drei Sekunden schneller als sein ärgster Widersacher Andreas Fiedler. Knapp hinter Fiedler bestätigte Jacques Breitenmoser seine Leistung aus dem ersten Quali und belegte erneut Startplatz drei.

misano_qualifying_02_2015Neben dem PRC Austria Piloten wird am morgigen Sonntag erneut Alexander Seibold stehen, der ebenso wie im ersten Quali Rang vier belegte. Bernard Charriere und Turi Breitenmoser stehen in der vierten Reihe, tauschten aber die Plätze gegenüber Quali1. Norbert Groer, Justin Kunz und Alexander Frank belegen die weiteren Startplätze. Beide Rennläufe werden am morgigen Sonntag über die Bühne gehen. Rennen 1 wird um 10.00 Uhr gestartet. Der zweite Umlauf geht um 15.50 Uhr über die Bühne. Es dürfte spannend werden. Fiedler oder Pfeifer, vielleicht als lachender Dritter Jacques Breitenmoser?

17
MAI
2015

Saisonauftakt der AvD Sports Car Challenge in Brünn

Andreas Fiedler und Siegmar Pfeifer holen die Gesamtsiege

Am vergangenen Wochenende fand in Brno der Saisonauftakt der AvD Sports Car Challenge statt. Den ersten Gesamtsieg in diesem Jahr holte sich Andreas Fiedler mit seinem PRC WPR60 Turbo vor Fabian Plentz (PRC WPR60 BMW) und Siegmar Pfeifer (Norma M20FC BMW). Im zweiten Rennen setzte sich Pfeifer gegen Plentz und Fiedler durch.scc_bruenn_2015_fiedler

Wie schon im letzten Jahr fuhr Andreas Fiedler beim ersten Rennen der AvD Sports Ca  r Challenge im tschechischen Brno zum Auftaktsieg. Der PRC-Pilot setzte bereits im ersten Qualifying eine deutliche Duftmarke und ließ Fabian Plentz 1,87 Sekunden hinter sich. Auch im zweiten Trainingsdurchgang hatte Fiedler vor Plentz die Nase vorne. Somit stand fest, dass der Weg zum Gesamtsieg nur über den letztjährigen Meister führen würde. Am Start zum ersten Heat hatte Plentz zwar kurzzeitig die Nase vorne, doch Fiedler konterte und sicherte sich mit 3,299 Sekunden Vorsprung den ersten Sieg des Jahres vor Plentz und Pfeifer. „Wegen dem ganzen Blütenstaub auf der Strecke war es nicht leicht ein richtiges Setup zu finden. Im freien Training haben wir dann viel verändert, wodurch es aber eher schlechter wurde. So haben wir uns beim Quali für das Grundsetup entschieden und zweimal Pole geholt. Im Rennen ging Fabian am Start vorbei, hatte aber Traktionsprobleme und ich konnte dadurch Platz eins sichern“, berichtete Fiedler. Beim Start zum zweiten Rennen wiederholte sich das Spielchen. Wieder zog Plentz vorbei, hielt Fiedler aber diesmal länger in Schach. Doch erneut zog Fiedler vorbei, fiel dann aber plötzlich auf den dritten Rang zurück. „Ich konnte mich an Fabian vorbeibremsen und mit ein paar Runden auf der letzten Rille auch absetzen. Dann riss mir aber eine Schelle am Krümmer, wodurch ich ohne Ladedruck auf Platz drei zurückfiel und mich gerade noch so vor Tommy Tulpe ins Ziel schleppte“, so Fiedler.

An der Spitze tobte nun ein ganz enger Zweikampf zwischen Fabian Plentz und Siegmar Pfeifer, der nicht locker ließ. Drei Runden lang versuchte Pfeifer am PRC vorbeizukommen. scc_bruenn_2015_foto01Kurz vor Schluss vergrößerte sich der Abstand wieder. Als Plentz mit knappem Vorsprung in die letzte Runde ging, schien das Rennen gelaufen. Doch am Ende hatte nicht Plentz, sondern Pfeifer die Nase vorne. In der letzten Runde quetschte sich Pfeifer noch vorbei und siegte mit 1,178 Sekunden. „Wir haben einen Schalter für das Reserve-Benzin. Diesen konnte ich nicht sofort finden, daher der Abstand. Als ich dann wieder dran war, habe ich gesagt jetzt oder nie und bin vorbei“, erzählte Pfeifer. Den vierten Platz belegte diesmal Tommy Tulpe (Norma M20FC BMW) vor Jacques Breitenmoser, der bei seinem ersten Rennen im neuen PRC WPR65 BMW noch Gesamtvierter geworden war. Nicht gerade vom Glück verfolgt waren indes Roman Hoffmann und Peter Kormann (beide PRC WPR60 Turbo), die in beiden Durchgängen mit Problemen zu kämpfen hatten. Während Hoffmann den PRC bei seinem ersten Einsatz in die Reifen setzte, musste Kormann mit gebrochenem Krümmer aufgeben. Im zweiten Heat verabschiedete sich bei Hoffmann ein Gang.

Mit Spannung wurde in der Division 2 das Debüt des neuen PRC FPR9 Honda erwartet. Die Siege holte sich hier jedoch ein stark aufgelegter Jay Boyd im Norma M20FC Honda.scc_bruenn_2015_foto02 Doch Simon Stoller konnte bei der Premiere zeigen, dass im FPR9 durchaus Potential schlummert. Mit den beiden zweiten Plätzen vor Evi Eizenhammer (Norma M20FC Honda) brachte der Eidgenosse die Neukonstruktion souverän ins Ziel und konnte die Pace von Boyd über die Distanz mitgehen. Bei den Fahrzeugen der Sports Car Challenge Classic gingen beide Siege an Bernard Charriere im PRC SC97 BMW, nachdem Alexander Seibold seinen PRC BMW zweimal vorzeitig abstellen musste.

Nach dem Saisonstart in Brno geht es für die AvD Sports Car Challenge nun in Italien weiter. Dort gastiert man vom 12.-14. Juni in Misano.