Sports Car Challenge - SCC Sports Car Club

Rennberichte Saison 2016

03
NOV
2016

Doppelsieg für Roman Hoffmann am Red Bull Ring – Simon Stoller neuer Champion

Simon Stoller neuer Champion in der Sports Car Challenge

scc_redbullring_2016_finaleNach seinem Sieg in Brünn brachte Roman Hoffmann seine gute Form mit an den Red Bull Ring. Mit zwei astreinen Siegen in der Steiermark war der Österreicher der überragende Akteur bei seinem Heimspiel. Die Siege in der Division 2 gingen an Norbert Groer (Ligier-Honda) und an Simon Stoller (PRC Honda).

Mit einer 1.25,413 hatte Andreas Fiedler im ersten Quali nach einer regelrechten Zeitenjagd mit Roman Hoffmann die Bestzeit erzielt und ging als Polesitter ins erste Rennen. Nicht lange konnte Fiedler jedoch  Führungskilometer schnuppern, denn Roman Hoffmann jagte dem Meisterschaftsführenden der Division 1 bereits in der ersten Runde die Führung ab. Im weiteren Verlauf des Rennens baute Hoffmann seine Position aus. Am Ende hatte der Österreicher einen Vorsprung von 15,8 Sekunden gegenüber dem Zweitplatzierten Fiedler herausgefahren, der zwischendurch auf Rang vier zurückgefallen war. Nutznießer war zunächst der Schweizer Turi Breitenmoser, der bis zur fünften Runde an zweiter Stelle lag. Nach dem fünften Umlauf war Fiedler jedoch am bis dato auf Platz zwei liegenden Schweizer vorbei. Ihm im Nacken saß nun der Stuttgarter Alexander Seibold (PRC BMW). In der drittletzten Runde konnte Seibold vorbei und verdrängte Turi Breitenmoser auf die vierte Position. Platz fünf ging an Division 2 Pilot Norbert Groer, der sich im gesamten Rennen gegenüber einem eher vorsichtig zu Werke gehenden Simon Stoller erfolgreich wehrte und am Ende mit 0,45 Sekunden Vorsprung die Oberhand behielt. Auf den weiteren Positionen landeten die drei Österreicher Andreas Hasler (Radical SR 4), Philipp Wilhelm (Osella-PA 20S) und Alexander Frank (PRC Opel).scc_2016_finale_race

Im zweiten Quali hatte Hoffmann den Spieß umgedreht und mit 1.25,230 die Poleposition erobert. Alles deutete erneut auf einen Zweikampf mit Andreas Fiedler hin, der nur mit knappen 0,13 Sekunden das Nachsehen hatte. Nachdem Andreas Fiedler im zweiten Durchgang bereits in der ersten Runde mit Elektronikproblemen die Segel streichen musste, gab es am zweiten Gesamterfolg des Wochenendes für Roman Hoffmann nichts zu rütteln. Mit einem souveränen Vorsprung von über 40 Sekunden auf Turi Breitenmoser machte der PRC-Pilot seinen ersten Doppelsieg in der Sports Car Challenge perfekt. Hinter Alexander Seibold lag der Schweizer bis zur vorletzten Runde auf Gesamtposition drei. Als Seibold Probleme mit dem Luftdruck bekam, schnappte sich Breitenmoser schließlich die zweite Position, die der PRC Ford Pilot bis ins Ziel nicht mehr hergab. Alexander Seibold hingegen wurde auch noch von dem jungen Schweizer Simon Stoller abgefangen und auf die vierte Position verdrängt. Stoller gewann damit auch die Wertung in der Division 2. Norbert Groer musste sich diesmal mit dem zweiten Rang in der Division 2 und Gesamtplatz fünf zufrieden geben. Hinter Groer landeten die drei Österreicher Andreas Hasler (Radical SR 4), Philipp Wilhelm (Osella-PA 20S) und Alexander Frank (PRC Opel) erneut auf den Plätzen. Mit 1.26,134 durfte sich der Gesamtsieger auch die schnellste Runde notieren. Im ersten Rennen blieb dies mit einer 1.27,503 PRC-Audi Turbo Pilot Andreas Fiedler vorbehalten.

Neuer Champion der Sports Car Challenge wurde nach seinem Gewinn der Division 2 Meisterschaft Simon Stoller. Der Schweizer hatte die notwendigen Punkte bereits im Training eingefahren und stand vor den abschließenden Rennen als Gesamtmeister fest. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Andreas Fiedler, der damit die Division 1 Wertung gewann. Platz drei geht in diesem Jahr an Turi Breitenmoser.

13
SEP
2016

Gesamtsiege für Andreas Fiedler und Roman Hoffmann in Brünn

scc_racing_brno_2016Simon Stoller vorzeitig Titelträger der Division 2

Mit Siegen für Andreas Fiedler und Roman Hoffmann (beide PRC Turbo) endete der sechste Lauf der Sports Car Challenge. Derweil machte Simon Stoller (PRC Honda) den Titelgewinn in der Division 2 der SCC in Brno perfekt. Der Eidgenosse hat nun auch beste Karten den Gesamttitel zu holen.

Der Meisterschaftszug nahm in Brno weiter Fahrt auf. Vor dem Finale auf dem Red Bull Ring fielen in Tschechien die ersten Vorentscheidungen. Da gemeinsam mit der FIA Zonen Meisterschaft und der P9 Challenge gefahren wurde, war für reichlich Action auf der Strecke gesorgt. In der Division 1

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sorgte derweil das Duell zwischen Andreas Fiedler und Roman Hoffmann für viel Spannung.

Im ersten Heat verteidigte Hoffmann seine Pole, während Fiedler in der zweiten Runde von der fünften Position aus Rang zwei übernahm. Nach dem fünften Umlauf war Fiedler auch am bis dato führenden Österreicher vorbei. Bis zum Zieleinlauf blieb es an der Spitze spannend. Am Ende entschied Fiedler das Rennen mit einer halben Sekunde Vorsprung für sich. Hoffmann folgte vor Division Sieger Simon Stoller und Turi Breitenmoser (PRC Ford) auf Platz zwei. Nicht

rund lief es dagegen bei Peter Kormann (PRC Turbo), der nach seinem Salzburgring Sieg mit einem vierten Platz in der Division 1 sowie einem Ausfall Vorlieb nehmen musste.brno_2016_podium01

Nachdem Andreas Fiedler im zweiten Durchgang früh die Segel streichen musste, gab es am ersten Gesamterfolg für Roman Hoffmann nichts zu rütteln. Mit einem souveränen Vorsprung von über einer Minute auf Turi Breitenmoser machte der PRC-Pilot seinen ersten Sieg in der Sports Car Challenge perfekt. Norbert Groer (Ligier Honda) machte als Gesamtdritter und Sieger der Division 2 das Teamergebnis für dieses Wochenende perfekt. „Ich bin unheimlich erleichtert, dass es nun endlich geklappt hat. Nach dem Unfallschaden am Red Bull Ring bin ich mit gemischten Gefühlen nach Brünn gefahren. Wir haben vor Brünn viel am Fahrwerk getüftelt und einige Verbesserungen erzielt, vor allem auf die AVON Reifen abgestimmt. Gerade bei meiner Crew, die immer an mich geglaubt hat, möchte ich für den unermüdlichen Einsatz bedanken. Gratulation auch an Norbert. Er hat gezeigt, dass er Division 2 Sieger Stoller ebenbürtig ist“, zeigte sich Roman Hoffmann nach seinem ersten Sieg erleichtert.brno_2016_podium02

Genau wie in der Division 1 ging es auch bei den 2-Litern eng zu. Die Protagonisten hießen hier Simon Stoller und Norbert Groer. Der Sieg im ersten Rennen bedeutete für Stoller den entscheidenden Schritt zum Meistertitel. Knapp drei Sekunden vor Groer überquerte der von der Klassenpole aus gestartete Schweizer die Ziellinie. „Es war ein schwieriges Wochenende, da wir am Freitag kein freies Training hatten und es direkt ins Quali ging. Der Start- und Zielsieg war natürlich das I-Tüpfelchen zum Titel“, freute sich Stoller. Im zweiten Durchgang schnappte sich Norbert Groer den Sieg vor Andreas Hasler (Radica SR4). Simon Stoller schied dagegen mit defektem E-Gas gleich in der Einführungsrunde aus. „Es war sonst ein tolles Wochenende und wir konzentrieren uns jetzt noch auf den Gesamtsieg in der SCC, was mit diesen tollen Jungs vom PRC Team sicherlich kein Problem sein wird“, herrscht bei Stoller Vorfreude vor dem Finale.prc_brno

Das steigt vom 21.-23. Oktober auf dem Red Bull Ring, wo die Sports Car Challenge in diesem Jahr zum zweiten Mal antreten wird.

Bilder Copyright Rolf Schindler

09
AUG
2016

Wetterchaos am Salzburgring – Premierenerfolg für Peter Kormann

Die Sports Car Challenge im Wetterchaos am Salzburgring

Andreas Fiedler und Peter Kormann (beide PRC Turbo) siegten bei zwei abwechslungsreichen Rennen auf dem Salzburgring. Die fünfte Runde der Sports Car Challenge bot einiges an Action und zahlreiche Führungswechsel. In der Division 2 führte kein Weg an Thomas Amweg (PRC Honda) vorbei.

sccZunächst einmal sorgte heftiger Regen beim Quali für sehr schwierige Streckenbedingungen. daher wurde das erste Rennen auf den Samstag verlegt. Für das erste Rennen zählte die Bestzeit, für Rennen zwei die zweitbeste Zeit aus dem ersten Qualifying. Thomas Amweg schlug so der versammelten Division 1 Fraktion ein Schnippchen und stellte seinen Division 2 PRC Honda gleich zweimal auf Pole. Siegmar Pfeifer (Norma BMW) und Andreas Fiedler als beste SCC Piloten hatten jeweils das Nachsehen. Auf der noch nassen Piste am Samstagmorgen konnte Amweg die leistungsstärkere Konkurrenz indes nicht halten. Auf dem Salzburgring sind viele Pferdestärken immer noch das Patentrezept zum Sieg. In der ersten Hälfte des Rennens bestimmte Siegmar Pfeifer das Tempo. Turi Breitenmoser (PRC Ford), Andreas Fiedler und Alexander Seibold (PRC BMW) folgten auf den weiteren Plätzen.scc_podium01-fiedler-breitenmoser Nach einer Safetycar-Phase bauten die Reifen des Führenden ab. In Runde sieben setzte sich Breitenmoser vor Pfeifer in Front. Während Pfeifer weiter durchgereicht wurde, brachte sich Andreas Fiedler in Stellung. Sechs Umläufe vor Schluss ging Fiedler schließlich in Führung. Fast bis auf sechs Sekunden baute der PRC-Pilot den Abstand auf Breitenmoser aus. Den dritten Platz holte sich souverän Alexander Seibold. „Ich kämpfte rundenlang mit Turi. Das machte extrem viel Spaß. In der Fahrerlager wählte ich die trockene obere Linie, da ich hier später bremsen konnte. Beim zweiten Versuch kam ich so vorbei“, berichtete Fiedler.

Gleich nach der Startfreigabe des zweiten Rennens setzte Andreas Fiedler seinen PRC in die Leitplanke. Die Folge war wegen der vielen Trümmerteile der Abbruch des Rennens. „Ich muss wahrscheinlich auf einer der vielen Bodenwellen gewesen sein und die Reifen nicht den vollen Kontakt gehabt haben. Als voller Grip da war, drehte es mich einfach in die Leitplanke“, berichtete Fiedler. Auch der zweite Start klappte nicht wunschgemäß. Diesmal gerieten Alexander Seibold und Turi Breitenmoser aneinander. Erneut musste das Rennen abgebrochen werden. Erst eine Stunde später sollte es weitergehen. Zwar wurde Thomas Amweg beim Restart wieder aufgeschnupft, aber bei den Division 1 Piloten wollte es nicht so richtig laufen. Siegmar Pfeifer setzte sich zunächst in Front. Bis zur 14. Runde behauptete sich Pfeifer auf der ersten Position, ehe das Aus in die Box kam. Daraufhin war es Turi Breitenmoser, der seinen PRC Ford in die Favoritenstellung brachte. Doch auch dem Schweizer brachte die Führung kein Glück. In der letzten Runde fiel Breitenmoser auf die dritte Position zurück. Der Schweizer konnte plötzlich nicht mehr schalten und hatte nur noch den fünften Gang zur Verfügung. Den Sieg holte sich schließlich Peter Kormann vor Thomas Amweg. Für Kormann war es der erste Gesamtsieg in der Sports Car Challenge. Damit trug sich der PRC-Pilot als 37. Pilot in die Bestenliste ein.peter_kormann_salzburgring_2016

An Thomas Amweg führte zumindest in der Division 2 kein Weg vorbei. Zweimal durfte der PRC-Pilot jubeln. In beiden Rennen war es Landsmann Simon Stoller (PRC Honda), der das Tempo noch am ehesten mitgehen konnte. Stoller belohnte sich mit Rang zwei und sammelte zudem ganz wichtige Meisterschaftszähler. „Leider hatte ich im zweiten Rennen die gleichen technischen Probleme wie in Hockenheim. Nach vier, fünf Runden hatte der Motor scc_salzburgring_2016Aussetzer und die Leistung fehlte. Zu allem Überfluss behinderte mich noch ein Auto aus der Div1, wodurch ich den Anschluss an Thomas verlor- Alles in allem war es ein gutes Wochenende und ich muss mich beim ganzen Team für die gute Leistung bedanken“, erklärte Simon Stoller. Dritter wurde in beiden Durchgängen Jay Boyd im Norma Honda. Der Vorjahres-Division 2 Champ ließ Happy Behler (PRC Honda) bzw. Andreas Hasler (Radical SR4) hinter sich.

Da gemeinsam mit der P9 Challenge gefahren wurde, bot sich den Zuschauern ein schönes Bild mit vielen unterschiedlichen Rennfahrzeugen. Beim nächsten Lauf in Brünn wird die Sports Car Challenge erneut zusammen mit der FIA Zone fahren, so dass ein erneut schönes und abwechslungsreiches Starterfeld erwartet wird.

11
JUL
2016

Siegpremiere für Thomas Amweg in der Division 2

Pfeifer profitiert von Fiedlers Pech

Nach der Nullnummer in Most schlug Siegmar Pfeifer (Norma BMW) auf dem Hockenheimring zurück. Der Norma-Pilot siegte doppelt, profitierte aber auch vom Pech der anderen. In der Division 2 war Thomas Amweg (PRC Honda) nicht zu schlagen.

Siegmar Pfeifer, Turi Breitenmoser, Alexander Seibold

Während es für Siegmar Pfeifer in Most überhaupt nicht lief, war Andreas Fiedler (PRC Turbo) in Tschechien oben auf. Auf dem Hockenheimring waren die Zeichen indes umgekehrt. Zunächst hämmerte Fiedler im Qualifying mit einer 1.35,455 einen neuen SCC Rekord in den heißen Hockenheimer Asphalt. Im zweiten Zeittraining fuhr Fiedler erneut auf Pole. Das erste Rennen war indes keine drei Runden alt, als Fiedler fehlte. „Die Halterung des Kipphebels ist gerissen“, so Fiedler. Siegmar Pfeifer übernahm daraufhin die Führung, musste aber ständig auf Alexander Seibold (PRC BMW) achtgeben. Der Routinier hatte sich an Turi Breitenmoser (PRC Ford) vorbeigekämpft und schickte sich nun an Pfeifer aufzuschnupfen. In Runde acht war Seibold tatsächlich vorbei, doch leistete sich der PRC Pilot in der Südkurve einen Fehler und musste in die Box.

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„Eigentlich lief das Rennen perfekt. Ich habe nur ganz kurz vor der Opelkurve in den Rückspiegel geschaut, lenkte dann in die Kurve ein und war einen kleinen Tick zu schnell“, berichtete Seibold. Daraufhin entbrannte zwischen Pfeifer und Breitenmoser ein packendes Duell, bei welchem der Eidgenosse bald die Nase vorne hatte. Pfeifer ließ allerdings nicht locker und attackierte immer wieder. Als die beiden in der letzten Runde auf einen Pulk zum Überrunden aufliefen, nutzte Pfeifer die Gelegenheit und ging an Breitenmoser vorbei. „Der alte Mann hat gezeigt, dass er es noch kann. Ein möglicher Sieg wäre natürlich umso schöner gewesen. Meine Führung habe ich beim Überrunden langsamerer Fahrzeuge eingebüßt. Siggi Pfeifer kam da besser durch“, so Breitenmoser. Knapp vor dem Schweizer feierte Pfeifer seinen ersten Saisonsieg. “ Es war zunächst ein richtiges Auf und Ab. In der letzten Runde habe ich die Chance gesehen. Beim Überrunden habe ich ihn ausgetrickst. Ich musste vor dem Motodrom vorbei, denn dort hatte er dann keine Chance“, erzählte der Gesamtsieger.

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Im zweiten Heat behauptete Andreas Fiedler wieder souverän die Spitze, während Pfeifer auf der zweiten Position mit einigem Abstand folgte. Wieder sollte die Führung dem PRC-Piloten kein Glück bringen. Diesmal streikte drei Runden vor Schluss die Elektrik. „Am Schluss hatte ich keinen Strom mehr, dann ist das Display ausgegangen. Es ist bitter in Führung liegend auszufallen. Aber fürs Ego war es wenigstens gut, dass wir hier so gute Zeiten gefahren sind. Man hat gesehen, dass man es kann, gerade hier in Hockenheim“, fand Fiedler. Siegmar Pfeifer erbte wieder die Spitzenposition, wobei Turi Breitenmoser immer näher herankam. Im Gegensatz zu Pfeifer konnte Breitenmoser den Spieß aber nicht umdrehen. Wie schon im ersten Rennen lautete die Reihenfolge im Ziel Pfeifer vor Breitenmoser. Gerade einmal 0,6 Sekunden betrug der Abstand. „Das zweite Rennen war vom Sieg her und den Punkten natürlich optimal. Aber man muss klar sagen, je wärmer es wird, desto größer wird unser Problem mit den Reifen und den Bremsen.

Vier Runden hätte ich Turi noch widerstehen können, dann wären die Bremsen vermutlich in die Knie gegangen „, berichtete Pfeifer. Gesamtdritter wurde Alexander Seibold. „Das zweite Rennen war nicht ganz zufriedenstellend, denn wir hatten durch den Dreher im ersten Rennen einen Reifenschaden. Ich musste meine Reifen von Most nehmen. Das ging so acht Runden lang gut. Dann haben die aber dramatisch abgebaut, so dass ich meinen zweiten Platz an Breitemoser hergeben musste. Sonst wäre vielleicht siegfähig gewesen“, so Seibold.

Doppelsieg für Thomas Amweg in der Division 2

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In der Division 2 gab es an den beiden Siegen von Thomas Amweg nichts zu rütteln. Der Eidgenosse bestimmte das Geschehen deutlich. Im ersten Durchgang reichte es sogar zum Platz auf dem Treppchen. „Alles hat super funktioniert bis in die letzte Runde. Da konnte ich plötzlich nicht mehr zurückschalten. Ich dachte, das darf doch nicht wahr sein. Dann hat es aber Gott sei Dank funktioniert“, erzählte Amweg. Die weiteren Plätze in der Division 2 gingen an Jay Boyd (Norma Honda) und Simon Stoller (PRC Honda). Stoller, der mit Schaltproblemen zu kämpfen hatte, profitierte allerdings durch den Ausfall von Stephan Rupp, der seinen Ligier Honda kurz vor Rennende abstellen musste. Noch einmal deutlicher war das zweite Rennen. Diesmal  schenkte der PRC-Pilot dem Zweitplatzierten Jay Boyd über 18 Sekunden ein. „Ich hatte Motorprobleme und konnte erst im Qualifying richtig angreifen. Die Taktik für heute war möglichst wenig Abstand zu Amweg zuzulassen. Ich konnte mich heute im ersten Rennen aber von den Rundenzeiten

her  steigern, so dass die Lücke nicht allzu groß war“, so Boyd. Rang drei ging diesmal an Evi Eizenhammer (Norma Honda), die im ersten Heat ebenfalls ausgeschieden war.
Nach diesem Einladungsrennen geht es in rund einem Monat weiter. Vom 5.-7. August geht es für die Sports Car Challenge an den Salzburgring.

22
JUN
2016

Dritter Saisonlauf der Sports Car Challenge in Most – Fiedler mit Doppelsieg

Andreas Fiedler mit Doppelsieg in Tschechien

Nach seinem ersten Saisonerfolg in Österreich ließ Andreas Fiedler (PRMost Podium SCC 2016C Turbo) im tschechischen Most zwei weitere Siege folgen. Genau wie Fiedler siegte beim dritten Lauf der Sports Car Challenge Simon Stoller (PRC Honda) zweimal in der Division 2.

Der Pfeil zeigte bei Andreas Fiedler zuletzt steil nach oben. Nach dem ernüchternden Saisonauftakt bog der PRC-Pilot auf dem Red Bull Ring wieder in die Siegerstraße ein. Diesen Trend setzte Fiedler in Most weiter fort. Nur im völlig verregneten ersten Qualifying platzierte sich Ales Jirasek im Praga R1 in seiner letzten Runde vor dem PRC Turbo. Ansonsten war Fiedler nicht von der Spitze zu verdrängen. Das lag zum einen auch daran, dass sich Hauptkonkurrent Siegmar Pfeifer (Norma BMW) bereits im Quali ins Kiesbett verabschiedete und den entstandenen Schaden vor Ort nicht mehr reparieren konnte.

Fiedler Most 2016

Gleich von Beginn an bestimmte Andreas Fiedler das Tempo von der Spitze aus. Mit über 25 Sekunden Abstand auf den engsten Verfolger Alexander Seibold im PRC BMW sah der giftgrüne PRC die Zielflagge. Noch einmal souveräner lief es im zweiten Heat, wo Fiedler mit über einer Minute Vorsprung über den Zielstrich fuhr. „Ich möchte mich gerade bei Turi Breitenmoser bedanken. Mir ist während dem freien Training ein Stoßdämpfer gebrochen und Turi hat mir einen zur Verfügung gestellt. Sonst hätte ich nicht fahren können“, freute sich der Doppelsieger über den tollen Zusammenhalt neben der Strecke. Wie schon im ersten Durchgang konnte Alexander Seibold auf die zweite Position fahren.

Simon Stoller PRC Honda Most 2016

Auf der dritten Gesamtposition folgte mit Simon Stoller schon der schnellste Fahrer aus der Division 2. Der Eidgenosse musste nur im zweiten Qualifying seinem Teamkollegen Thomas Amweg (PRC Honda) den Vortritt lassen. „Im zweiten Quali hatte ich Probleme mit der Kupplung. Das Team konnte alles bis Samstag reparieren und wir fuhren zwei problemlose Rennen.

Alles in allem war es ein sehr erfolgreiches Wochenende“, berichtete Stoller. Thomas Amweg durfte sich endlich über zwei Zielankünfte und zweimal Platz zwei in der Division 2 freuen. In der großen Division fuhr im ersten Heat Turi Breitenmoser (PRC Ford) als Dritter aufs Treppchen. Im zweiten Durchgang musste der Schweizer nach nur zwei Runden aufgeben, so dass am Ende Peter Kormann (PRC Turbo) als Dritter gewertet wurde.

Für die Sports Car Challenge geht es nun vom 8.-9. Juli auf dem Hockenheimring mit dem vierten Saisonlauf weiter.

Fotos in diesem Rennbericht: ©Rolf Schindler

16
MAI
2016

Enge Rennen der Sports Car Challenge auf dem Red Bull Ring

Fiedler kann die Siegesserie von Plentz stoppen

Auf dem Red Bull Ring riss die Siegesserie von Fabian Plentz (Norma BMW). Während Plentz das erste Rennen zur Sports Car Challenge gewann, siegte im zweiten Durchgang Andreas Fiedler (PRC Turbo). In der Division 2 teilten sich die Siege Simon Stoller (PRC Honda) und Jay Boyd (Norma Honda).

Podium Red Bull Ring SCC 2016

Nach den beiden Erfolgen zum Saisonauftakt schien sich auf dem Red Bull Ring die Erfolgsserie von Fabian Plentz fortzusetzen. In beiden Trainingssitzungen markierte der Vorjahresmeister die Bestzeit. Das erste Rennen war dann auch ein Ebenbild der beiden Qualifying. Gleich auf den ersten Metern fuhr der auf Regenreifen gestartete Plentz einen Abstand zur Konkurrenz heraus. Gerade in der Anfangsphase erwies sich die neu asphaltierte Strecke noch als sehr rutschig. Während Plentz an der Spitze vornewegfuhr, schnappte sich Turi Breitenmoser im PRC Cosworth die zweite Position. Der Eidgenosse setzte auf Intermediates. Damit lag Breitenmoser goldrichtig und setzte sich vom restlichen Feld ab. Doch ein Ausflug ins Kiesbett kostet zunächst Rang zwei, als Siegmar Pfeifer (Norma BMW) den Fehler ausnutzte und vorbeizog. Doch Breitenmoser konterte kurz darauf und nach einem engen Zweikampf sah der PRC-Pilot das Ziel als Gesamtzweiter. „Am Anfang war ich mit viel Risiko ziemlich schnell unterwegs. Ohne den Ausrutscher hätte es vielleicht für mehr gereicht. Ob die Intermediates die beste Option waren, weiß ich nicht“, so Breitenmoser.  Rang drei ging an Siegmar Pfeifer. Durch einen kleinen Quersteher verlor Pfeifer etwas Zeit, so dass der Abstand zu Platz zwei etwas größer ausfiel. „Als Schnellster mit Slicks und Dritter im Gesamt bin ich im Prinzip schon zufrieden. Es ging am Anfang nicht mehr mit den Slicks. Später war es in Ordnung“, urteilte Pfeifer über seinen dritten Platz.Turi Breitenmoser SCC 2016 Cosworth

Der zweite Heat schien bei trockenen Bedingungen an der Spitze einen ähnlich Verlauf zu nehmen. Wieder fuhr Fabian Plentz recht souverän vorneweg. Doch ein Reifenschaden nach der Hälfte der Distanz zwang den dreimaligen Saisonsieger zur Aufgabe. Damit gewann das Duell zwischen Siegmar Pfeifer und Andreas Fiedler noch einmal an Brisanz. Fiedler hatte im ersten Rennen auf Slicks gesetzt. In der Schlussphase war der PRC-Pilot damit ganz klar schnellster. Doch mehr als Gesamtrang vier war nicht drin. Im zweiten Rennen setzte sich Fiedler hinter Pfeifer. Bis zur 13. Runden hielt der blaue Norma dem Druck stand. Im 14. Umlauf schnappte sich Fiedler den Norma von Pfeifer und fuhr damit seinen ersten Saisonsieg ein. Auf knapp über zwölf Sekunden konnte Fiedler dabei den Vorsprung aufbauen. „So kann sich das Blatt wenden. Nach Rennen eins gejammert, jetzt aber hat man den Vorteil von den 18 Zoll Rädern gesehen. Ich konnte damit die Performance vom Auto richtig ausnutzen. Ich hatte noch leichte Probleme mit der Lichtmaschine, so dass ich am Schluss nicht mehr so hoch drehen konnte. Aber ich habe gesehen, dass bei Siggi Pfeifer die Reifen nachgelassen haben. Im ersten Rennen hat es zu lange gedauert, bis meine Reifen warm wurden. Die letzten beiden Runden waren meine schnellsten Runden“, berichtete Fiedler. Durch die Ausfälle von Turi Breitenmoser mit Reifenschaden und Peter Kormann, der durch einen Getriebeschaden an seinem PRC Turbo lahmgelegt wurde, ging die dritte Position in der Division 1 an Roland Rupprechter (Norma Honda Kompressor)._K3K3383

Siege für Stoller und Boyd in der Division 2

In der Division 2 fuhr Simon Stoller zu seinem zweiten Saisonsieg. Der junge Eidgenosse hatte mit Slicks viel riskiert. Im letzten Jahr verlor Stoller noch den Titel, als er bei ähnlichen Bedingungen auf Regenreifen gesetzt hatte. Die Konkurrenz um Evi Eizenhammer (Norma Honda) und Jay Boyd vertrauten dagegen auf die profilierten Pneus. Zumindest in der Anfangsphase sahen sich Eizenhammer und Boyd bestätigt. Stoller fiel zunächst hinter Boyd auf Rang drei zurück, doch mit zunehmend trockener werdender Strecke lagen die Vorteile beim PRC-Piloten. Ab der siebten Runde übernahm Stoller das Kommando in der Division 2. Mit über 30 Sekunden Vorsprung wurde der schnelle Schweizer als Sieger vor Eizenhammer abgewinkt. „Auf der Strecke war es am Anfang sehr kritisch mit Trockenreifen zu fahren. Aber mit der Zeit wurde die Strecke trockener. Die Hauptgegner waren auf Nassreifen gestartet. Die bekamen mit der Zeit Probleme und ich konnte vorbei. Am Ende hat es sich für mich ausgezahlt“, so Stoller. Während Boyd mit einem Plattfuß aufgeben musste, schnappte sich Markus Kündig im Centenari Alfa Romeo den dritten Podestplatz in der Division 2 vor Andreas Hasler (Radical SR4).

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Das zweite Rennen entschied Jay Boyd mit einem Start- und Zielsieg für sich. Über zehn Sekunden hatte Boyd am Ende der 25 Minuten Distanz Abstand zu Platz zwei. Durch die Ausfälle der großen Boliden landete der Vorjahressieger der Division 2 sogar auf dem dritten Gesamtrang. „Es waren teilweise bis zu zehn Sekunden. Die letzten drei Runden habe ich dann die Führung gesichert ins Ziel gebracht“, erklärte Boyd.  Zweiter wurde Simon Stoller, der nach Problemen in der Einführungsrunde das Rennen von ganz hinten angehen musste. Da die Sports Car Challenge im gemeinsamen Starterfeld mit der FIA Zonenmeisterschaft antrat, war es für den Schweizer ein schweres Stück Arbeit um auf die vorderen Ränge in der Division 2 aufzuschließen. Kurz vor dem Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs schnappte sich Stoller die bis dato auf Platz zwei liegende Evi Eizenhammer. „Mein    Teamkollege, der normalerweise immer der Supergentleman ist, hat mir in der vorletzten Runde einen Klaps verpasst. Aber ich bin trotzdem glücklich mit dem dritten Platz“, so Eizenhammer. Den vierten Platz in der Division 2 holte sich diesmal Happy Behler._K3K4232

Nach einem Monat geht es für die Sports Car Challenge erst wieder weiter. Dann steht der dritte Saisonlauf vom 18.-19. Juni in Most auf dem Programm. Hier wird man wieder mit der FIA Zonen Meisterschaft antreten.

 

 

11
APR
2016

Saisonauftakt der SCC 2016 in Misano

Plentz gelingt Doppelsieg zum Auftakt in Misano

Fabian Plentz (Norma M20FC BMW) war beim Saisonauftakt der Sports Car Challenge nicht zu schlagen. In Misano ließ der Vorjahresmeister seiner Pole-Position zwei Siege vor „Tommy Tulpe“ bzw. Siegmar Pfeifer (beide Norma M20FC BMW) folgen. Die Division 2 ging an Simon Stoller (PRC FPR6 Honda) bzw. Norbert Groer (Ligier JS51 Honda).

Siegerehrung Misano 2016

In Misano konnte keiner Fabian Plentz das Wasser reichen. Souverän br

achte der Norma-Pilot beide Rennen nach Hause. Im ersten Rennen ließ Plentz den Zweitplatzierten „Tommy Tulpe“ fast eine Minute hinter sich. Den zweiten Heat entschied der Vorjahreschamp mit etwas über 20 Sekunden Abstand zu Rang zwei für sich. „Dadurch dass dann noch welche ausgefallen waren, fuhr ich quasi allein. Jetzt beim zweiten Rennen machte Siggi Pfeifer am Anfang ziemlich Druck von hinten und blieb zunächst einige Runden dran Ich hatte mich schon auf einen schönen Zweikampf gefreut“, so der zweimalige Gesamtsieger. Aus dem Zweikampf wurde allerdings nichts. Pfeifer bekam Reifenprobleme, hielt aber „Tommy Tulpe“ hinter sich und überquerte die Ziellinie als Zweiter. Damit stand Pfeifer nach dem dritten Rang im ersten Durchgang erneut auf dem Gesamtpodest. Mit Slicks war der Norma-Pilot dort noch nahezu chancenlos gewesen. „Beim heutigen ersten Rennen hatte ich klassisch verwachst. Beim Rausfahren dachte ich noch, dass es die richtige Wahl sei. Nach einer halben Runde musste ich einsehen, dass ich völlig verwachst hatte. Ich war total überrascht wie nass es noch war. Unter der Voraussetzung dann Dritter zu werden, ist in Ordnung“, befand Pfeifer.

„Wären Andreas Fiedler und Alexander Seibold gefahren, hätte es wohl nicht gereicht“, gab der Drittplatzierte aber auch zu. Für Fiedler (PRC WPR60 Turbo) lief das Wochenende überhaupt nicht nach Plan. Eine abgerissene Kurbelwelle beendete den Italienauftritt vorzeitig. „Das einzige Teil, das wir über den Winter nicht neu gemacht haben“, so ein frustrierter Fiedler. Auch Seibold musste seinen PRC WPR60 BMW vorzeitig aufladen. Ein Unfall kurz vor Trainingsende sorgte hier für das Aus. Noch nicht rund lief es bei Turi Breitenmoser, der sich erst an den neuen PRC WPR60 Cosworth gewöhnen musste. Der Eidgenosse holte in der Division 1 zweimal Rang vier. „Beim ersten Rennen hatte ich einen super Start, aber leider wieder verwachst. Mit zunehmender Renndauer wurde es im zweiten Rennen besser und da bin ich auch meine schnellste Zeit gefahren.“IMG_7706

Die Division 2 sah zwei unterschiedliche Sieger. Im ersten Heat fuhr Simon Stoller als starker Gesamtdritter über den Zielstrich. Der junge Schweizer ließ Norbert Groer deutlich hinter sich. „Das ist der beste Start in die neue Saison, den man sich vorstellen kann. Es geht eigentlich nicht besser. Dass die Bedingungen so halb und halb waren, war für mich nicht schlimm. Haben wir ja schon letztes Jahr paarmal erlebt. Also optimale Bedingungen“, erklärte Stoller. „Der Crash vom letzten Jahr hängt schon noch nach. Ich habe aber den Fehler gemacht, dass ich mit den geschnittenen Slicks gefahren bin. Regenreifen wären heute besser gewesen“, äußerte sich Groer zum ersten Rennen. Evi Eizenhammer und Jay Boyd (beide Norma M20FC Honda) hatten sich dagegen gegenseitig ins Aus befördert. Für Titelverteidiger Boyd war der Saisonstart alles andere als optimal verlaufen. Pech hatte auch Thomas Amweg, der wegen einer defekten Lenkung seinen PRC FPR9 Honda nach dem Quali stehen lassen musste.IMG_8303

Den zweiten Durchgang holte sich Norbert Groer, der sich nach der durchwachsenen letzten Saison über den guten Auftakt freute. „Wir hatten die Intermidiates aufgezogen und es hat geklappt. Am Ende haben die Reifen nachgelassen. Aber egal, sie haben durchgehalten. Es war ein toller Dreikampf. Das ist für mich Rennen. Ich will kämpfen, das war heute der Fall. Das hat voll gepasst, einfach nur super“, so Groer. Rang zwei holte sich Boyd vor Stoller.

Der nächste Lauf der Sports Car Challenge findet vom 13.-14. Mai auf dem Red Bull Ring statt.