Sports Car Challenge - SCC Sports Car Club P9-Challenge Logo

Rennberichte Saison 2018

17
JUL
2018

Benjamin Hotz ärgert die Großen

Breitenmoser und Kormann siegen in der Lausitz

Auf dem Eurospeedway Lausitz bot die Sports Car Challenge im Verbund mit der P9 Challenge zwei spannende Rennen. Bei sommerlichen Temperaturen schnappten sich Jacques Breitenmoser (PRC Ford) und Peter Kormann (PRC Audi Turbo) die Gesamtsiege. In der Division 2 siegte ein stark aufgelegter Benjamin Hotz (Onroak-Ligier Turbo).

Zwei spannende Rennläufe boten die Piloten der Sports Car Challenge in der Lausitz. Mit Jacques Breitenmoser, Peter Kormann und Benjamin Hotz kämpften gleich drei Piloten um den Gesamtsieg. Den Grundstock zum Sieg legte Jacques Breitenmoser im ersten Heat mit einem perfekten Start. Von der vierten Startposition aus schoss der PRC sogleich vor Peter Kormann in Führung. Polesitter Benjamin Hotz hatte gegen die PS starke Konkurrenz auf der der langen Start- und Zielgeraden keine Chance. Der pfeilschnelle Schweizer fand sich auf Platz sechs wieder. Während die beiden PRC an der Spitze vorneweg fuhren, klemmte Hotz zunächst im GT-Feld fest. Vor allem an Hermann Speck im Porsche 997 GT3 R biss sich der Ligier-Pilot die Zähne aus. Erst einmal am Porsche vorbei, setzte Hotz sogleich seinen Landsmann an der Spitze unter Druck. In Runde elf übernahm Hotz die Führung, doch kurz darauf musste das Safety-Car auf die Piste. Die Frage war nur – wie lange. Denn beim Restart hätte der Division 2 Onroak-Ligier gegen den deutlich leistungsstärkeren PRC kaum eine Chance. Als das Rennen für noch eine Runde frei gegeben wurde, beschleunigte Breitenmoser den Führenden auf der langen Geraden einfach aus. Somit schnappte sich Jacques Breitenmoser seinen dritten Saisonsieg. „Beim Restart hatte ich den PS-Vorteil. Mit dem Sieg bin ich natürlich zufrieden“, so Breitenmoser.

Das Spielchen aus Rennen eins wiederholte sich auch in Durchgang zwei. Wieder musste Hotz, der im Zeittraining eine bärenstarke 1.42 vorgelegt hatte, die stärkeren Autos ziehen lassen. Diesmal ließ der Schweizer den Porsche von Speck jedoch schnell hinter sich. Das Division 2 Auto hetzte die beiden größeren Boliden rundenlang vor sich her. Doch vorbei kam er nicht. Das lag auch an der tollen Performance von Peter Kormann, dessen Start wegen Rückenproblemen bis kurz vor der Veranstaltung fraglich war. Kormann setzte den führenden PRC von Breitenmoser rundenlang unter Druck, ehe er in Runde 13 die Spitze übernahm. Auch Hotz machte dahinter mächtig Druck, kam aber im Gegensatz zum späteren Gesamtsieger nicht vorbei. Kormann baute auf seiner Haus und Hof Strecke den Vorsprung bis zum Fallen der Zielflagge auf über fünf Sekunden aus. „Es hat alles gepasst. Ein Rennen wird ja, wie die alten Hasen sagen, nicht in der ersten Kurve gewonnen.  So habe ich auf einen kleinen Fehler von Jacques gewartet. Da konnte ich ihn ausbremsen und anschließend konnte ich mich absetzen“, gab Kormann zu Protokoll. „Gestern habe ich den Fehler gemacht und bin ab in die Wiese. So war es eben Rang vier“, so der Gesamtsieger zum Re nnen am Samstag. Breitenmoser gab sich dahinter mit Platz zwei zufrieden, gerade im Hinblick auf die Meisterschaft. „Peter Kormann war einfach schneller. Warum sollte ich ihn da groß sperren. Die Punkte waren wichtig. Zudem bin ich in diesem Jahr noch nie im zweiten Rennen ins Ziel gekommen“, so Breitenmoser.

Dahinter entschieden 1,5 Sekunden den Kampf um Rang drei. Auch Hotz durfte sehr zufrieden sein. Nicht nur, dass er zweimal vor Andreas Hasler (Radical SR3 Turbo) siegte, sondern auch die schnellsten Zeiten auf dem Eurospeedway in den Asphalt brannte. „Ich hatte die GT-Fahrzeuge hinter mir lassen können. Dadurch war es ein bisschen angenehmer zu fahren. Gestern lag ich Platz eins, aber beim Restart konnte ich gegen die stärkeren Autos nicht viel ausrichten“, fasste Hotz die beiden Rennen zusammen. Andreas Hasler hatte mit einer rutschenden Kupplung zu kämpfen, zeigte sich aber am Ende zufrieden: „Ich bin froh, dass ich das Ziel erreicht habe. Ansonsten geht es aufwärts.“ Dagegen musste Wolfgang Payr (PRC Turbo) nach seinem Monza-Sieg einen Komplettausfall verkraften.

Walter Pedrazza blickte bereits auf die nächste Veranstaltung in Imola voraus. Dort wird die Sports Car Challenge wieder ein gemeinsames Feld mit der italienischen Prototypenserie bilden. Eine Form der Kooperation, die der Österreicher auch im kommenden Jahr gerne fortsetzen möchte. „Ich glaube, dass es derzeit ohne Zusammenarbeit nicht geht. Daher streben wir auch in der neuen Saison solche Kooperationen mit mehreren Rennserien an. So haben wir uns jetzt entschlossen unser Saisonfinale auf dem Nürburgring gemeinsam mit der P9 Challenge und der Spezial Tourenwagen Trophy auszutragen. Das ist ein Modus, der eben 2019 auch etwa mit dem Histo Cup oder bei den Peroni Veranstaltungen fortgeführt werden kann.“

02
JUL
2018

Pfeifer baut Meisterschaftsführung aus

Breitenmoser und Payr siegen in Monza

monza_podium_2_scc_2018

Mit Siegen für die beiden PRC-Piloten Jacques Breitenmoser (PRC Ford) und Wolfgang Payr (PRC Audi Turbo) endete das dritte Rennwochenende der Sports Car Challenge. Während Breitenmoser im ersten Heat siegte, gewann Payr Durchgang zwei im italienischen Monza. In der Division 2 fuhr Andreas Hasler (Radical SR3 Turbo) zum Sieg.

Im ersten Rennen münzte Jacques Breitenmoser seine Pole in einen Start- und Zielsieg um. Zunächst zeigte sich Teamkollegen Wolfgang Payr als engster Verfolger des Eidgenossen. Ab der zweiten Runde übernahm jedoch Vorjahresmeister Siegmar Pfeifer (Norma BMW) die Rolle des Jägers. Während Payr auf Platz drei liegend seinen PRC in der sechsten Runde abstellen musste, sah Pfeifer mit knapp über zwei Sekunden Rückstand die Ziellinie als Gesamtzweiter. Als Dritter schaffte Ranieri Randaccio im Lucchini BMW den Sprung aufs Treppchen. Dritter der Division 1 wurde Wolfgang Tersch im Tork BRS. Während Andreas Hasler bester Division 2 Fahrer war.

Der zweite Heat war zunächst vom Zweikampf Payr gegen Breitenmoser geprägt. Der Österreimonza_podest_scc_2018cher hatte Breitenmoser gleich zu Beginn die Führung abgeluchst. Der schnelle Schweizer wollte sich damit nicht abfinden und so schossen die beiden PRC dicht an dicht um den Highspeed-Kurs. In Runde sechs kamen sich die beiden Kontrahenten ins Gehege. Während Payr zu seinem ersten Saisonsieg fuhr, bedeutete dies für Breitenmoser das Aus. Von ganz hinten hatte sich derweil Siegmar Pfeifer durch das Feld nach vorne gekämpft. Im Zeittraining mit Problemen wurde Pfeifer nach ganz hinten versetzt, lag aber bereits zur Rennmitte auf der dritten Gesamtposition. Wie schon im ersten Rennen platzierte sich Ranieri Randaccio als bester Italiener auf dem dritten Platz. Wolfgang Terschl freute sich erneut über Rang drei in der Division 1, womit er sich in der Meisterschaftswertung auf den zweiten Platz hinter Vorjahreschampion Siegmar Pfeifer schob. In der Division 2 baute Andreas Hasler seine Führung weiter aus.

Insgesamt zeigte sich Serienorganisator mit dem Auftritt in Monza zufrieden. „Wir hatten hier zusammen mit den Italienern an die 20 Prototypen am Start. Das war mal wieder schön, so viele offene Sportwagen zu sehen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Wochenende in Imola.“monza_prc_scc_2018

Bereits in zwei Wochen geht es für die Sports Car Challenge weiter zum nächsten Lauf. Der steht diesmal auf dem Lausitzring auf dem Programm, wo wieder gemeinsam mit der P9 Challenge gefahren wird.

02
JUN
2018

Sports Car Challenge beim Heimrennen am Red Bull Ring

Siege für Jacques Breitenmoser und Andreas Fiedler

Redbull2018_Podium

Auf dem Red Bull Ring trug die Sports Car Challenge ihren zweiten Saisonlauf aus. Bei der zweiten Runde fuhren Jacques Breitenmoser (PRC Ford) und Andreas Fiedler (PRC Turbo) die Siege bei den schnellen Sportprototypen ein. In der Division 2 gewannen Andreas Hasler (Radical SR3 Turbo) und und Alex Frank (PRC Honda).

Nach dem Saisonstart auf dem Hockenheimring fand am vergangenen Wochenende das erste und einzige Heimspiel in dieser Saison statt. Erstmals waren die Sports Car Challenge und P9 Challenge mit ihrem gemeinsamen Auftritt bei den X-Bow Battles mit von der Partie. Schwierige Wetterverhältnisse spülten im ersten Heat das Feld gehörig durcheinander. Die nasse Piste kam den GT-Fahrzeugen wohl weitaus besser zugute. Hermann Speck spielte im Porsche 997 GT3 R seine Routine voll aus und siegte deutlich im bunt gemischten Starterfeld.

Boris Schimanski und Thomas Prager komplettierten mit ihren Cup-Porsche das reine GT-Gesamtpodium. Bester Vertreter der Sportwagenfraktion war Jacques Breitenmoser. Von Startplatz vier aus ins Rennen gegangen landete der Eidgenosse auf dem fünften Gesamtrang. Allerdings wurde auch Breitenmoser von dem einsetzenden Regen überrascht. Gleich zu Beginn ging es nicht nur für den Schweizer, sondern auch für Mitfavorit und den Trainingszweiten Andreas Fiedler an die Box.

Während Fiedler viel Zeit verlor, konnte Breitenmoser nach einem flotten Stopp auf die Piste. Fiedler drehte zwar die schnellste Rennrunde, an den späteren SCC Sieger kam er jedoch nicht mehr heran. Rang drei ging an Wolfgang Terschl, der mit seinem Tork BRS Premiere in der Sports Car Challenge feierte. Für Polesitter und Mitfavorit Roman Hoffmann (PRC Aubreitenmoser_fiedler_redbull_2018di) war bereits in der ersten Runde Schluss und konnte zum zweiten Quali und Rennen nicht mehr antreten. Völlig anders die Bedingungen beim zweiten Rennen. Während Breitenmoser seinen PRC nach neun Runden abstellte, fuhr Andreas Fiedler zu seinem ersten Saisonsieg. Er verwies einen stark aufgelegten Peter Kormann im PRC Audi Turbo auf Platz zwei. Hermann Speck komplettierte als bester GT-Pilot das Podium. Rang drei in der Division 1 ging erneut an Wolfgang Terschl, der somit bei seinem Heimspiel gleich zwei Pokale abstaubte.

In der Division 2 war es zunächst Andreas Hasler, der mit seinem Radical den Sieg einfuhr. Er verwies Roland Rupprechter im PRC Renault auf die zweite Position. Schnellster Mann im Feld war allerdings Alexander Frank, der aber ähnlich wie Fiedler zu viel Zeit beim Stopp verloren hatte. Der PRC-Pilot musste mit Rang drei vorlieb nehmen. Bei nun trockenen Bedingungen schnappte sich Frank im zweiten Rennen den Sieg. „Obwohl wir das Setup am Freitag auf Trocken eingestellt hatten und uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte, konnten wir trotzdem noch Platz drei erreichen. Am Samstag lief es anfangs sehr gut, wobei wir bei Rennhalbzeit feststellen mussten, dass das Getriebe leider Probleme macht. Wir konnten jedoch durch vollen Ehrgeiz und voller Motivation unseren Aruma PRC Honda auf Platz eins fahren“, fasste Alexander Frank sein Rennwochenende zusammen. Hinter Frank platzierten sich die beiden Radical-Piloten Andreas Hasler und Rudolf Schöflinger (Radical SR3) auf den weiteren Plätzen.alexander_frank_redbull_2018

 

30
APR
2018

Start der SCC 2018 – Schell und Pfeifer siegen beim Auftakt

Division 2 geht in die Schweiz

Julien_Schell_SCC_2018Mit Siegen für Julien Schell (Ligier LMP3) und Siegmar Pfeifer (Norma BMW) startete die Sports Car Challenge in die neue Saison. Während Schell das Rennen am Samstag auf dem Hockenheimring beherrschte, dominierte Pfeifer am Sonntag. Die Division 2 ging an Mike Fenzl (Ligier Honda) und Benjamin Hotz (Ligier Turbo).

Zu Beginn des ersten Rennens blieb Siegmar Pfeifer am Ligier von Schell dran. Der Polesitter musste schon ordentlich Gas geben, um vor Pfeifer zu bleiben. Doch in der achten Runde leistete sich Pfeifer einen Dreher ausgangs Sachskurve, womit das Rennen an der Spitze gelaufen war. Der Franzose vergrößerte seinen Vorsprung und siegte mit über 20 Sekunden Vorsprung. „Es war schön wieder einmal in Hockenheim mit der SCC zu fahren, da ich schon lange nicht mehr hier gefahren bin. So hat es wieder Spaß gemacht. Es war ohne Probleme für mich. Mal sehen, ob das zweite Rennen ähnlich gut wird“, gab der Sieger zu Protokoll. „Ich konnte nur am Anfang an Schell dran bleiben, musste dann aber abreißen lassen. Auf Position zwei fuhr ich das Rennen ohne Probleme nach hinten nach Hause. Ausgangs Sachs hatte ich einen Dreher. pfeifer_scc_2018Es war im Prinzip Unachtsamkeit, weil das Rennen zu dem Zeitpunkt bereits gelaufen war. Das alte Problem mit der Bremse war wieder aufgetreten und ich musste eher verhaltener fahren,“ so das Fazit des Zweitplatzierten Siggi Pfeifer.

Am Sonntag schnappte sich Pfeifer den Gesamtsieg, nachdem Schell zum zweiten Heat nicht mehr angetreten war. Der Vorjahresmeister hatte das Geschehen nun im Griff, wenn auch Benjamin Hotz gegen Ende wieder herankam. Am Vortag noch durch eine Kollision aus dem Rennen geworfen, machte der Eidgenosse im turbobefeuerten Division 2 Ligier richtig Dampf. Das brachte zumindest am Ende den souveränen Sieg in der Division 2 vor Mike Fenzl (Ligier Honda). „Gestern war leider nach einer Runde Schluss. Heute hingegen ging es sehr gut. Mit dem Division 1 Fahrzeug vorne konnte ich nicht mithalten oder überholen. Es war ein Spiel auf Zeit, mal ein bisschen näher an Pfeifer, dann wieder bisschen weg. Dann kamen die Überrundungen. Im Grunde habe ich das Rennen fast alleine nach Hause gefahren“, so Benjamin Hotz.scc_2018_hotz

Drittbester Prototyp wurde in beiden Rennen die beiden T2 Racing-Piloten Stephan Brintziger und Marc Weber im Radical SR8 EX. Während Brintziger am Vortag noch auf den fünften Gesamtrang gefahren war, belegte Weber den dritten Platz. Damit landete er zudem auf Position zwei der Division 1. „Es war schon ziemlich warm. Die Strecke war auf Grund des Regens in der Nacht und des Oldtimertrainings sehr schwierig. Wir waren eigentlich weit von unseren Rundenzeiten weg. Aber wir haben gekämpft und es hat am Ende für Gesamtplatz drei gereicht“, freute sich Marc Weber über den Podestplatz. Mike Fenzl sicherte sich im zweiten Durchgang einen starken fünften Gesamtrang hinter dem Porsche 991 GT3 R von Stanislav Minsky. Am Samstag durfte der Schweizer noch den Pokal für den Sieg in der Division 2 entgegennehmen, nachdem Benjamin Hotz im Ligier mit Turbo-Triebwerk ausgefallen war. Davor hatte Hotz im Qualifying mit einer 1.39,066 aufhorchen lassen. Der Turbo-Motor scheint zumindest vom Speed her in der Division 2 top zu sein. Auch bei Jacques Breitenmoser lief es nicht rund. fenzel_scc_2018Der Eidgenosse absolvierte nur wenige Runden, nachdem sein Display streikte. „Ich konnte auf der Anzeige überhaupt nichts sehen. Das wäre ein völliger Blindflug geworden. Ohne Kontrolle wollte ich nichts riskieren und dadurch eventuell einen Schaden am Motor verursachen. Dann ging es wieder, konnte aber nicht durchfahren um wenigstens ein paar Punkte zu bekommen“, erzählte Jacques Breitenmoser. Nicht besser lief es am Sonntag beim zweiten Rennen. Bereits nach der Einführungsrunde war für den Schweizer Schluss.

Vom 25.-26. Mai steht nun das Heimspiel für die Sports Car Challenge auf dem Red Bull Ring an. Dafür wird auch der eine oder andere Prototyp erwartet, der in Hockenheim noch nicht fahren konnte.

arp Redaktionsbüro Patrick Holzer