Sports Car Challenge - SCC Sports Car Club

Rennberichte Saison 2019

29
JUL
2019

Kormann und Aschoff teilen sich die Siege in der Division 1

 Hotz überragt in der Lausitz

Benjamin Hotz (Onroak Ligier Turbo) war der überragende Akteur beim zweiten Lauf der Sports Car Challenge. Der Eidgenosse zeigte auf dem Lausitzring eine bärenstarke Vorstellung und siegte in beiden Rennen. Zweimal aufs Stockerl fuhren Peter Kormann (PRC Audi Turbo) und Max Aschoff (Ginetta G58 LMP3).

Die Frage nach den beiden Qualifyings lautete, ob Benjamin Hotz seine Pole auch in einen Sieg ummünzen kann. Denn auf der langen Start- und Zielgeraden haben die Boliden in der Division 1 Leistungsvorteile. Und wie erwartet, setzte sich Max Aschoff von der zweiten Startposition aus an die Spitze des Feldes. Der Ginetta-Pilot profitierte in den ersten Runden von dem früh einsetzenden Überrundungsverkehr und brachte einige Meter zwischen sich und dem Ligier von Hotz. In der siebten Runde war Hotz jedoch plötzlich vorne und Aschoff fand sich nur noch auf Rang drei. Der Ginetta-Pilot war auf der holprigen Strecke auf das falsche Pedal gerutscht. Die Folge war ein Dreher. „Ich rutschte auf das Bremspedal. Dadurch konnten die beiden hinter mir vorbei und erst einmal davon

ziehen. Ich konnte die Lücke zwar wieder zufahren, aber mehr war nicht möglich“, erklärte Aschoff. Für Hotz bedeutete das gegen Ende einen leichten Sieg. Über eine Minute betrug der Abstand beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs. „Es war anfangs ein harter Kampf. Ich habe auf einen Fehler gewartet. Der kam zum Glück und ich konnte davon ziehen. Danach fuhr ich nicht mehr voll am Limit und konnte schauen, dass ich ankomme“, so Hotz über den Erfolg in der Lausitz. Dahinter startete Aschoff zwar noch einmal die Aufholjagd, doch mehr als auf 1,8 Sekunden kam er nicht mehr an Peter Kormann heran. Kormann durfte somit auf seiner Heimstrecke über den zweiten Platz sowie den Sieg in der Division 1 jubeln. „Man muss manchmal nur Geld haben und abwarten können. Aber die Piste ist hier wirklich schwierig, da sie sehr wellig ist“, berichtete Kormann.

 

In Durchgang zwei wiederholte sich fast das Spielchen aus Rennen eins. Doch diesmal war Aschoff einen Tick zu spät auf der Bremse und musste über die Wiese. Dadurch blieb Hotz an der Spitze, wobei sich der Schweizer zügig absetzte. Auch die Plätze dahinter waren diesmal klar verteilt. Kormann konnte das Tempo von Aschoff nicht mitgehen, der dadurch souverän Rang zwei sowie den Sieg in der Division 1 nach Hause fuhr.

In der Division 2 kämpften Michael Orbist (Wolf GB08 Honda) und Jasmin Fiedler (PRC S4 Honda) um den zweiten Platz hinter Hotz. Konnte das Duell der Eidgenosse im ersten Heat noch recht souverän gewinnen, war in es Durchgang zwei enger. Bis zur Halbzeit lag Fiedler vorne, doch in Runde neun zog Obrist an der PRC-Pilotin vorbei.

Gefahren wurde in der Lausitz gemeinsam mit der P9 Challenge und Spezial Tourenwagen Trophy, so dass wieder ein gutes Teilnehmerfeld aufgeboten wurde. Als nächster Termin steht vom 6.-8. September der FIA Zonen Lauf in Brünn auf dem Programm. Dort werden auch wieder einige tschechische Prototypen am Start erwartet.

28
MAI
2019

Benjamin Hotz mit Doppelerfolg in der Division 2

Auftaktsiege für Aschoff und Hoffmann

Max Aschoff (Ginetta G58 LMP3) und Roman Hoffmann (PRC WPR60 Turbo) holten sich beim Saisonauftakt der Sports Car Challenge die Gesamtsiege. Die beiden Sportwagenpiloten setzten sich auf dem Red Bull Ring gegen ein starkes Feld von 26 Sport- und GT-Rennwagen durch. Benjamin Hotz (ONROAK Ligier Turbo) fuhr zwei Siege in der Division 2 ein. 

Fast schien das Rennwochenende für Roman Hoffmann in der Steiermark einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie im Vorjahr. Da hatte sich der PRC-Pilot genau wie in dieser Saison die Pole für das Rennen gesichert. Das Aus im Rennen kam bereits nach einer Runde. Auch 2019 musste der Österreicher bereits nach dem ersten Umlauf die Boxenasse ansteuern. Das Lenkrad stand leicht schief. Hoffmann hatte in der Steiermark schon einmal einen bösen Abflug. Das wollte er diesmal nicht riskieren. Die Fehleranalyse ergab eine leicht unterschiedliche Reifengröße. Am Sonntag zeigte Hoffmann schließlich das ganze Potential des PRC. Überlegen fuhr er auf Pole und wenige Stunden später den ersten Saisonsieg ein. Fast 20 Sekunden betrug der Abstand auf den zweitplatzierten Max Aschoff. Dritter wurde Antonin Herbeck im Pagani Zonda LMGTS05.

 

Der Ginetta-Pilot zeigte sich mit seinem Einstand hoch zufrieden. Auch an der Serie fand Aschoff Gefallen. Auch Walter Pedrazza freute sich über den Neuzugang und hofft auf weitere LMP3 Autos. „Davon gibt es ja mittlerweile einige. Und Max Aschoff hat gezeigt, dass man mit dem Auto Gesamtsiege einfahren kann“, so der Serienorganisator. Am Samstag demonstrierte Aschoff eindrucksvoll die Qualitäten des LMP3 Boliden. Um über 47 Sekunden distanzierte Aschoff den auf Gesamtrang zwei liegenden Mateusz Lisowski im Audi R8 LMS GT3. Gesamtdritter wurde mit dem Tschechen Petr Lisa (Norma M30 LMP3) übrigens ein weiterer LMP3 Pilot. Keine schlechte Ausgangslage für das erste Rennen hatte Peter Kormann (PRC WPR60 Turbo). Das zeigte Kormann auch im Rennen. Drei Runden vor Schluss lag der PRC an zweiter Stelle. Doch dann brach die Antriebswelle. Im zweiten Heat ärgerte Kormann die Lichtmaschine. Rang sechs, allerdings auch Platz drei in der Division 2 hieß es am Ende. „Peter Kormann kommt mit dem PRC Turbo nun richtig gut zurecht. Wenn er alle Rennen fährt, könnte er durchaus ein heißer Titelkandidat sein“, so Pedrazza.

Eine Klasse für sich war erneut Benjamin Hotz in der Division 2. Der Eidgenosse fuhr mit seinem Ligier Rundenzeiten, die durchaus auf dem Niveau der Division 1 lagen. Die Mischung aus Fahrer und Auto passt bei dem Schweizer wie die Faust aufs Auge. Ganz knapp verpasste Hotz im ersten Rennen den dritten Gesamtrang. Platz vier brachte ihm dennoch den überlegenen Sieg in der Division 2 ein. Im zweiten Rennen reichte es zum Rang acht und dem erneuten Erfolg in der Division 2. Die Plätze zwei und drei gingen in beiden Durchgängen an Rudolf Schöflinger (Radical SR3) und Jasmin Fiedler (PRC S4 Honda).

In etwas weniger als einem Monat geht es für die Sports Car Challenge wieder weiter. Dann fährt die Serie gemeinsam mit den italienischen Sportprototypen in Monza. Auf dem Red Bull war man dagegen mit der P9 Challenge und der FIA Zonen Meisterschaft unterwegs.

arp Redaktionsbüro Patrick Holzer